Der Molvenosee (Lago di Molveno) ist die Visitenkarte der Brenta-Dolomiten, und das nicht nur als Redensart: Die Rangliste von Legambiente und Touring Club Italiano hat ihn mehrfach zum schönsten See Italiens gekürt. Den Grund verstehst du, sobald du ankommst: ein türkisfarbenes Becken, über vier Kilometer lang, auf 864 Metern Höhe, mit den Felsnadeln der Brentagruppe, die sich im Wasser spiegeln, und dem Dorf Molveno am Nordufer. Er ist einer der größten Naturseen des Trentino und einer der wenigen, dessen Ufer noch fast vollständig frei von Beton sind.

Im Sommer wird das Ufer beim Dorf zu einer kleinen Alpenriviera: Strände aus Wiese und Kies, ausgestattete Badebereiche, Tretboote und Stand-up-Paddle-Boards zum Ausleihen, während die Ruderboote zur Seemitte hinausgleiten. Das Wasser ist kalt, keine Frage, aber an warmen Tagen ist das Bad genau das Richtige. Suchst du Ruhe, weiche einfach ans Westufer oder zum Südende des Sees aus, wo das Ufer wieder wild wird und du selbst im August Winkel ganz für dich findest.

Die eine Wanderung, die du machen solltest, schafft wirklich jeder: die komplette Seerunde, gut zwölf Kilometer fast eben zwischen Stegen, Wäldern und kleinen Stränden, mit dem Profil der Brentagruppe, das dich den ganzen Weg begleitet. Die vollständige Beschreibung mit Zeiten und Varianten findest du in unserem Guide zum [Rundweg um den Molvenosee](/itinerari/anello-lago-di-molveno). Willst du ihn lieber von oben sehen, bringt dich die Kabinenbahn zu den Wiesen des Pradel, einem natürlichen Balkon mit Blick über See und Dorf.

Molveno funktioniert auch als Basis: Von hier starten die Aufstiege zu den Hütten der östlichen Brentagruppe, und in einer halben Autostunde stehst du an den Liften von Andalo. Das Schönste am Ort bleibt aber sein Maß: ein ruhiges Seedorf ohne den Verkehr der großen Alpenseen, wo du abends auf der Seepromenade gehst, während sich die Wände der Brentagruppe mit der Enrosadira rosa färben. Schwer, einen Ort zu finden, der diesen Teil des Trentino besser erzählt.

Häufige Fragen

Warum gilt der Molvenosee als schönster See Italiens?

Die Rangliste der Seegemeinden von Legambiente und Touring Club Italiano hat ihn mehrfach zum schönsten See Italiens gekürt, dank der Wasserqualität und der Ufer, die größtenteils natürlich geblieben sind. Den Rest erledigt die Kulisse: die Brenta-Dolomiten, die sich direkt im Wasser spiegeln.

Kannst du im Molvenosee baden?

Ja. Beim Dorf findest du Strände aus Wiese und Kies und ausgestattete Badebereiche, und im Sommer ist das Bad ein Klassiker, auch wenn das Wasser selbst im August frisch bleibt. Am Ufer leihst du Tretboote, Ruderboote und Stand-up-Paddle-Boards, während Motorboote auf dem See nicht unterwegs sind.

Wie lang ist die Runde um den Molvenosee zu Fuß?

Die komplette Runde misst etwa 12 Kilometer, fast alles eben, und ist in drei bis vier Stunden gemütlichen Gehens geschafft. Sie passt auch für Familien und lässt sich an mehreren Stellen abkürzen oder unterbrechen. Die detaillierte Route findest du in unserem Guide zur Seerunde.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Molveno?

Juni bis September für das Leben am See, mit Juli und August als vollsten Monaten. Der September schenkt noch angenehmes Wasser und viel mehr Ruhe, während sich im Herbst die Wälder rund um den See in warmen Farben entzünden. Im Winter lebt das Dorf vor allem als Basis für das Skigebiet der nahen Paganella.