San Martino di Castrozza liegt auf etwa 1.487 Metern in einer Mulde unter der gewaltigen Pale-di-San-Martino-Gruppe, dem größten Massiv der gesamten Dolomiten. Der Ort hat eine alte Seele. Er wuchs um ein geistliches Hospiz herum und wurde im 19. und frühen 20. Jahrhundert zu einem der ersten Alpinistenorte der Dolomiten, einem Treffpunkt der frühen Bergsteiger. Die Pale, mit ihrer weiten, mondartigen Hochfläche, stehen immer im Rücken.
Der Ort gehört zum Primiero, einem Grenzland zwischen Trentino und Veneto, das seine eigene, unverwechselbare Geschichte und Kultur bewahrt hat. Rundherum breitet sich der Naturpark Paneveggio-Pale di San Martino aus, 1967 von der Provinz Trient eingerichtet, der eine große Bandbreite von Lebensräumen schützt: Fichtenwald, Almweide und den fast überirdischen Fels des Hochgebirges. Es ist eine gute Basis, wenn du geschützte Natur und weite Ausblicke suchst.
Im Sommer klettert die Seilbahn von der Station Colverde auf die Pale-Hochfläche über 2.600 Metern, wo die Wege durch Fels und Stille führen, und das Val Venegia, durchzogen von den Quellbächen des Travignolo, ist einer der beliebtesten Flecken der Gegend. Im Winter fährst du am Fuß der Pale in einer ruhigen, familiären Stimmung Ski. Doch am schönsten ist das Tal in der Morgen- und Abenddämmerung: von der Baita Segantini spiegelt sich der Cimon della Pala in einem kleinen See, eine der meistfotografierten Szenen der Dolomiten.