St. Vigil in Enneberg, Al Plan auf Ladinisch, ist ein Ort im Gadertal auf etwa 1.200 Metern, der ein echtes, unaufgeregtes Wesen bewahrt hat. Die Menschen sprechen noch täglich Ladinisch, die alten Handwerke und Bräuche leben weiter, und das Dorf hält ein menschliches Maß, weit weg von der lauteren Seite des Dolomitentourismus. Es zahlt sich aus, wenn du die Berge unverfälscht willst, ohne Schnickschnack.
Seine große Stärke ist die Lage. St. Vigil ist das südliche Tor zum Naturpark Fanes-Sennes-Prags: über 25.000 Hektar Dolomitenwände, Karsthochflächen und Bergseen, einer der wildesten und still schönsten Orte der gesamten Kette. Von hier führen Wege hinaus zur Fanes-Hochfläche und ihren Seen, zu den Ciastlins-Wasserfällen entlang des Wasserwegs und auf die langen Höhenrouten ins Herz des Parks.
Die Fanes-Hochfläche ist auch die Heimat der ladinischen Sage. Hier spielt der Mythos vom Reich der Fanes, eine der großen Erzählungen der mündlichen Dolomitentradition, voller Prinzessinnen, Murmeltiere und verschwundener Völker. Der Themenweg der Fanes-Sagen führt dich durch diese Mischung aus wilder Natur und alter Geschichte. Im Winter dagegen ist St. Vigil an das große Skigebiet Kronplatz angebunden, mit seinen weiten Pisten und einer soliden Langlauftradition.