Das Pustertal ist ein weites, helles Tal, das von Brixen bis Innichen (San Candido) verläuft, überwiegend deutschsprachig und ausgeprägt tirolerisch. Jahrhundertelang war es der Korridor zwischen Tirol und dem Cadore, und seine Dörfer bewahren noch traditionelle Architektur, freskengeschmückte Kirchen und eine lebendige bäuerliche Kultur. Der Radweg, der die ganze Länge des Tals neben der Rienz begleitet, ist zum Sinnbild des langsamen Reisens in den Dolomiten geworden.
Seine bekannteste Sehenswürdigkeit ist der Pragser Wildsee, am Eingang des Naturparks Fanes-Sennes-Prags auf etwa 1.496 Metern. Das smaragdgrüne Wasser, das alte Hotel am Ufer und die Reihen hölzerner Ruderboote am Steg machten ihn zur Perle der Dolomiten und zu einem der meistgeteilten Bilder der gesamten Alpen. Der See ist in den letzten Jahren so beliebt geworden, dass die Zufahrt nun geregelt werden muss, um ihn zu schützen.
Rund ums Tal gibt es in jeder Jahreszeit viel zu tun. Im Sommer eignen sich die Seerunde und der Pustertaler Radweg für so gut wie jeden. Im Winter gefriert das Becken zu, und die Pisten des Kronplatz, eines der größten Skigebiete Südtirols und Heimat von Höhenmuseen, kommen zur Geltung. Um den Pragser Wildsee ohne Gedränge zu erleben, komm früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn das Licht am schönsten ist und das Ufer wieder still wird.

