Comelico e Sappada: Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Übernachtung

Veneto (BL) · 1245 m s.l.m.

I borghi e le cime del Comelico

Das Comelico und Sappada sind die östlichste und versteckteste Ecke der Dolomiten, wo das obere Piavetal in die Grenzen zu Karnien, dem Cadore und dem österreichischen Kärnten übergeht. Es sind stille Täler, abseits der Haupttouristenrouten, die einen seltenen Schatz an Traditionen, Sprachen und Architektur bewahrt haben. Man atmet hier eine ältere, unverdorbene Luft, in der die wilde Natur noch die Oberhand hat.

Was diese Landstriche auszeichnet, ist vor allem Sprache und Kultur. Das Comelico hat einen ladinischen Dialekt am Leben gehalten, während Sappada an einer alten germanischen Zunge festhält, dem Plodarisch, im Mittelalter von austro-bairischen Siedlern aus Tirol gebracht. Diese doppelte Identität erzählt die Geschichte alter Ansiedlungen in einem Grenzgebiet. Seit 2017 gehört Sappada verwaltungstechnisch zu Friaul-Julisch Venetien, bleibt aber im Herzen der Dolomiten.

Die Weiler bewahren ein seltenes architektonisches Erbe aus Holzhäusern, gebaut mit der Blockbau-Technik, waagerecht an den Ecken verzahnte Balken, die noch in den alten Ansiedlungen von Sappada Vecchia und Cima Sappada stehen. Ringsum gibt es Täler zu erkunden: das Val Sesis mit der Quelle des Piave, den Acquatona-Wasserfall, das wilde Val Visdende und die Gipfel der Popera-Gruppe. Im Februar ist der berühmte Karneval von Sappada, mit seinen traditionellen Masken und dem Umzug der Rollate, die innigste Veranstaltung des Jahres.

SehenswürdigkeitenComelico e Sappada

Der Wasserfall des Mühlbachs stürzt in einen smaragdgrünen Gumpen bei Sappada.

Cascate di Sappada (Muhlbach)

Die Wasserfälle des Mühlbachs, die zwischen den Felsen rund zwanzig Meter herabstürzen, erreichbar auf einem kurzen, kühlen, schattigen Weg.

Das Denkmal an den Quellen des Piave im Val Sesis am Fuß des Monte Peralba.

Sorgenti del Piave a Sappada

Im Val Sesis, am Fuß des Monte Peralba, entspringt der Fluss, den die Italiener heilig fürs Vaterland nennen. Ein Ort von echtem Gewicht, in einem stillen Alpental.

DörferComelico e Sappada

Alle ansehen
The wooden hamlets of Sappada among the meadows

Sappada / Plodn

1245 m

Eine deutschsprachige Sprachinsel am Fuß des Monte Peralba, mit ihren Holzhausweilern und den Quellen des Piave.

Santo Stefano di Cadore in the Comelico valley

Santo Stefano di Cadore

908 m

Hauptort des Comelico, wo der Piave auf den Padola trifft, zwischen den Gipfeln des Popera und der Sextner Rotwand.

Wanderungen in der NäheComelico e Sappada

Alle ansehen

BerghüttenComelico e Sappada

Beste Reisezeit & WetterComelico e Sappada

Der Sommer, von Juni bis September, ist ideal zum Wandern in den stillen Tälern, für einen Besuch der Piave-Quelle im Val Sesis und zur Erkundung des Acquatona-Wasserfalls. Der Winter, von Dezember bis März, ist die Saison für Langlauf und Schneeschuhwandern in ruhiger, unbedrängter Umgebung. Klare Tage schenken scharfe Blicke auf die wilden Popera-Gipfel, und der Herbst füllt die Wälder mit warmen Farben. Im Februar ist der berühmte Karneval von Sappada, mit seinen traditionellen Masken, eine der lebendigsten Kulturveranstaltungen im gesamten Dolomitengebiet.

AnreiseComelico e Sappada

Du erreichst das Comelico, indem du von Pieve di Cadore Richtung Santo Stefano di Cadore hinauffährst und dann nach Osten das obere Piavetal entlang weiter bis Sappada. Auf der A27 triffst du zuerst auf den Cadore und fährst von dort in die östlichsten Täler weiter. Der nächste Bahnhof ist Calalzo di Cadore, mit Linienbussen ins Comelico und nach Sappada. Dies ist eine abgelegene, stille Ecke, ein Auto ist also der einfachste Weg, zwischen den Weilern zu wechseln und die Wege Richtung Popera-Gruppe und Val Visdende zu erreichen.

Häufige FragenComelico e Sappada

Wie viele Tage braucht man im Comelico und in Sappada?

Zwei oder drei Tage lassen dich die Quelle des Piave, die Wasserfälle und die alten Holzweiler sehen, mit Zeit für ein paar gemächliche Wanderungen. Wenn du Natur und Ruhe suchst, kannst du leicht länger bleiben.

Sind das Comelico und Sappada für Familien geeignet?

Ja. Es gibt leichte Wanderungen, hübsche Dörfer und ein ruhiges Gefühl abseits der Menge. Der Acquatona-Wasserfall und die Quelle des Piave sind einfache, schöne Ausflüge auch mit Kindern.

Was macht Sappada kulturell besonders?

Sappada bewahrt das Plodarisch, einen alten germanischen Dialekt, und ein Erbe aus Holzhäusern, gebaut mit der Blockbau-Technik. Sein Karneval ist außerdem eine der originellsten und bekanntesten Kulturveranstaltungen im gesamten Dolomitengebiet.

Was kann man im Comelico bei Regen unternehmen?

Bummle durch die alten Holzweiler, schau in die kleinen lokalen Museen und probiere die regionale Küche. Ein Ausflug Richtung Cadore lohnt sich immer, wenn das Wetter umschlägt.