Die Langkofelrunde ist eine der großen Rundwanderungen der Dolomiten. Sie umrundet das gesamte Massiv aus Langkofel und Plattkofel, führt an historischen Hütten vorbei und schenkt dir ununterbrochene Blicke auf die Sella-Gruppe und die Marmolata.

Sie ist lang und anspruchsvoll und eignet sich daher für erfahrene Wanderer. Du kannst sie abkürzen, indem du für den ersten Teil die Seilbahn zur Langkofelscharte nimmst.

AnreisePasso Sella (2.180 m)

Die Runde beginnt am Passo Sella auf 2.180 m, einem der landschaftlich schönsten Pässe der Dolomiten, zwischen dem Grödnertal und dem Fassatal. Du kommst mit dem Auto von Wolkenstein in Gröden oder von Canazei über sehr befahrene Passstraßen, mit gebührenpflichtigen Parkplätzen nahe dem Pass, die früh voll sind. Vom Pass bringt dich der historische Kabinenlift, seit 1960 in Betrieb, hinauf zur Langkofelscharte und erspart dir 500 m Aufstieg zum Rifugio Demetz, praktisch, um den ersten Anstieg zu verkürzen. Frühes Ankommen hilft dir, einen Platz zu finden und mit der Zeit aufzubrechen, die eine so lange Runde braucht.

Der Ausgangspunkt befindet sich im Gebiet Val Gardena. Fahrpläne der Seilbahnen, Parkplätze, Shuttlebusse und Zugangsregeln findest du im praktischen Reiseführer.

Etappe für Etappe

1. Vom Passo Sella zur Scharte

Steig hinauf zur Langkofelscharte, auch mit dem historischen Kabinenlift erreichbar, am Fuße der senkrechten Wände.

2. Umrundung des Massivs

Umrunde die Gruppe über das Rifugio Vicenza und den Plattkofel, und überquere dabei Schotterhänge und weite Almen.

Beste Reisezeit & Wetter

Juli bis September ist die Zeit, die du anpeilen solltest, wenn die Route schneefrei und die Hütten geöffnet sind. Es ist eine lange, anspruchsvolle Wanderung (EE), rund 10 km mit etwa 650 m Aufstieg zu Fuß (oder knapp 150 m, wenn du den Kabinenlift hinauf nimmst), deshalb zählen die langen Sommertage wirklich, wenn du mit Spielraum ankommen willst. Der August bringt beständiges Wetter und mehr Menschen. Der September bringt kühlere Temperaturen, klares Licht und weniger Füße auf dem Schotter. Brich im Morgengrauen auf und behalte die Vorhersage im Auge. Nachmittagsgewitter in der Höhe sind häufig und schneller Unterschlupf ist hier oben knapp.

Empfohlene Ausrüstung

  • Feste Trekkingschuhe mit gut profilierter Sohle für den Schotter
  • Trekkingstöcke für die langen Schotterstrecken auf dem Weg 525
  • Wind- und wasserdichte Jacke und eine warme Schicht
  • Reichlich Wasser und Verpflegung für den ganzen Tag
  • Sonnenbrille, Mütze und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
  • Eine Karte oder ein GPS-Track der ganzen Runde, nützlich an den Wegkreuzungen

Nützliche Tipps

  • Nimm den Kabinenlift zur Langkofelscharte und zum Rifugio Demetz, wenn du die 500 m Anfangsaufstieg auslassen willst
  • Der Abstieg von der Scharte Richtung Rifugio Vicenza auf dem Weg 525 ist stellenweise steil und rutschig. Steig mit Stöcken und ohne Eile ab
  • Plane eine Rast am Rifugio Vicenza (2.256 m), um auf halber Runde neue Kräfte zu tanken
  • Der Rückweg auf der Nordseite folgt dem sanfteren Weg 526 zurück zum Passo Sella
  • Brich früh auf. Zehn Kilometer in der Höhe über Schotter brauchen viele Stunden plus einen Spielraum fürs Wetter
  • Prüfe vorab den Fahrplan des Kabinenlifts, wenn du ihn hinauf oder hinunter nutzen willst

Häufige Fragen

Wie schwer ist die Langkofelrunde?

Sie ist anspruchsvoll (EE): sie ist lang, hat viel Aufstieg und einige Strecken über Schotter. Sie verlangt trainierte Beine. Um sie zu verkürzen, nutze die Bahnen im ersten Abschnitt.

Kann man die Langkofelrunde abkürzen?

Ja. Wenn du die Zweierseilbahn vom Passo Sella hinauf zur Langkofelscharte nimmst, sparst du dir die 500 m Anfangsaufstieg und eine Menge Zeit, und steigst dann Richtung Rifugio Vicenza ab. Trotzdem bleibt es eine lange, anspruchsvolle Runde für fitte Wanderer.

In welcher Richtung geht man die Langkofelrunde am besten?

Man kann sie in beide Richtungen gehen: viele nehmen die Seilbahn hinauf zur Scharte, um den Rest der Runde frischer anzugehen, steigen auf dem Weg 525 Richtung Rifugio Vicenza ab und kehren auf dem Weg 526 zurück. Die Wahl hängt auch von den Liftzeiten und von der Logistik der Rückkehr zum Passo Sella ab.

Gibt es Hütten zum Einkehren entlang der Langkofelrunde?

Ja, die Runde führt an historischen Hütten vorbei wie dem Rifugio Demetz an der Scharte, dem Rifugio Vicenza am Talgrund und dem Rifugio Comici Richtung Passo Sella. Praktische Rastplätze, um bei einer so langen Runde wieder zu Kräften zu kommen und etwas zu trinken.