Ein ruhiges Dorf am Fuß des Schlern, bekannt für seinen Badesee und seine Heubäder.
Ein wenig Geschichte
Völs am Schlern (Fiè) liegt auf 880 Metern am Eingang zur Hochebene, am Fuß des Schlern. Es ist das tiefstgelegene der drei Dörfer und das verstecktetste, eingebettet zwischen Wäldern, Wiesen und Höfen, die an den Hängen verstreut sind.
Sein Name ist an den Völser Weiher gebunden, einen kleinen Badesee inmitten der Wälder, ein Sommerziel für alle, die kühle Luft suchen. Gleich über dem Dorf sind Burgen und Ruinen erhalten, die von der Feudalgeschichte der Gegend erzählen, darunter das Römerhaus und die Reste alter Befestigungen.
Völs ist auch für seine Heubäder bekannt, eine alte bäuerliche Praxis, die zu einer Wellnessbehandlung geworden ist. Das duftende Gras der Hochwiesen, geerntet und gären gelassen, wird in den Spas des Dorfes als entspannende Anwendung genutzt.
Der Völser Weiher wurde im 16. Jahrhundert als Fischteich von Baron Leonhard Colonna von Völs angelegt. Heute ist das Fischen nicht mehr erlaubt und ein Teil des Wassers ist als Biotop geschützt. An einem Ufer gibt es einen Kneipp-Weg, mit Becken zum Waten im kalten Wasser.
Völs hat auch eine dunklere Seite in seiner Geschichte. Auf Schloss Prösels über dem Dorf fanden zwischen 1506 und 1510 die Hexenprozesse statt: Etwa neun Frauen von der Schlern-Hochebene wurden der Hexerei beschuldigt und verurteilt. Am Eingang des Schlosses erinnert heute ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes Mahnmal an jene Opfer der Unwissenheit.
Sehenswürdigkeiten
- Der Völser Weiher, ein Badesee inmitten der Wälder, mit den Burgen und Ruinen, die ihn umgeben.
- Der Schlern und die Rosszähne, das Massiv, das über dem Dorf aufragt und der Gegend seinen Namen gibt.
- Der Ortskern mit seinen Häusern und den Heubad-Spas, einer alten bäuerlichen Tradition der Gegend.
So erreichst du Völs am Schlern (Fiè)
Mit dem Auto verlässt du die Brennerautobahn A22 bei der Ausfahrt Bozen Nord und fährst die Straße nach Völs am Schlern hinauf, am Eingang zur Hochebene. Der nächste Bahnhof ist Waidbruck an der Brennerlinie, mit dem Dorf durch regelmäßige Busse verbunden. Von Bozen aus gibt es Busse, die bis ins Zentrum fahren.
Beste Reisezeit
Der Sommer ist die beste Zeit, wenn der Völser Weiher zum Baden einlädt und die Wege zum Schlern auf ihrem Höhepunkt sind. Im Herbst färben sich die Wälder und das Dorf bleibt ruhig. Im Winter ist Völs ein versteckter Stützpunkt für Wanderungen im Schnee und entspannende Heubäder.
Häufige Fragen
Was gibt es in Völs am Schlern (Fiè) zu sehen?
Der Völser Weiher, zum Baden geeignet und von Wäldern umgeben, die Burgen und Ruinen der Gegend und der Schlern, der über dem Dorf aufragt. Völs ist auch berühmt für seine Heubäder, eine alte bäuerliche Praxis der Gegend.
Was sind die Heubäder von Völs?
Es ist eine aus der bäuerlichen Tradition entstandene Anwendung: Das duftende Gras der Hochwiesen wird geerntet und gären gelassen, dann zur Entspannung genutzt. Völs ist eine der historischen Heimatstätten dieser Praxis.
Wie kommt man nach Völs am Schlern?
Mit dem Auto verlässt du die A22 bei der Ausfahrt Bozen Nord und fährst zum Dorf hinauf, am Eingang zur Hochebene. Der nächste Bahnhof ist Waidbruck, mit Völs durch regelmäßige Busse verbunden, und von Bozen fahren Busse ins Zentrum.
Wann sollte man nach Völs am Schlern fahren?
Der Sommer ist die beste Zeit für den Badesee und die Wege zum Schlern. Der Herbst bringt farbige Wälder und Ruhe, während das Dorf im Winter ein versteckter Stützpunkt für den Schnee und die Heubäder ist.
Was ist der Völser Weiher?
Es ist ein kleiner Badesee im Wald am Fuß des Schlern. Er wurde im 16. Jahrhundert als Fischteich von Baron Colonna von Völs angelegt. Heute ist das Fischen nicht mehr erlaubt und ein Teil des Sees ist als Biotop geschützt. An einem Ufer gibt es auch einen Kneipp-Weg.
Gab es in Völs Hexenprozesse?
Ja. Auf Schloss Prösels über Völs fanden zwischen 1506 und 1510 zwei Prozesse statt, in denen etwa neun Frauen von der Schlern-Hochebene der Hexerei beschuldigt und verurteilt wurden. Am Eingang des Schlosses erinnert heute ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes Mahnmal an jene Opfer.