Historische Hauptstadt des Primiero, am Fuß der Palagruppe, mit ihrer gotischen Pfarrkirche und einer vom Bergbau geprägten Vergangenheit.

Ein wenig Geschichte

Fiera di Primiero liegt auf 717 Metern, wo sich das Becken des Primiero unterhalb der Palagruppe öffnet. Es ist die historische Hauptstadt des Tals, der Ort, an dem jahrhundertelang Märkte abgehalten, Recht gesprochen und die Gemeinschaften des ganzen Primiero zusammenkamen.

Sein Glück begann mit den Minen. Zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert lieferten die umliegenden Berge Silber, Kupfer und Eisen, und deutsche Bergleute kamen diese Täler herauf, um sie abzubauen. Aus jenem Reichtum entstand die Pfarrkirche Santa Maria Assunta, eine dreischiffige gotische Kirche, selten für einen Bergort, mit ihrem schlanken Kirchturm und geschnitzten Holzaltären.

Als der Bergbauzyklus endete, lebte der Ort weiter von seinen Wäldern, seinem Handwerk und seinem Handel. Dann kam der Tourismus, angezogen von der Palagruppe und der kühlen Luft des Beckens. Heute bleibt Fiera das Dienstleistungszentrum des Primiero, mit seinen engen Gassen, alten Palästen und Geschäften, die den Ort lebendig halten.

Die Bergbauära hinterließ den Palazzo delle Miniere, ein strenges spätgotisches Gebäude des 15. Jahrhunderts, in Auftrag gegeben von Sigismund von Österreich. Hier saß der Bergrichter, der den Abbau im ganzen Tal regelte. Um 1464 zählte das Primiero rund fünfhundert Gruben von Kupfer, Silber und Eisen, mit Tausenden deutscher Bergleute, den Bergknappen, ortsüblich canopi genannt. Heute ist der Palast ein Museum und erinnert auch an Luigi Negrelli, im Primiero geboren, den Ingenieur, der die Trasse des Suezkanals entwarf.

Fiera ist auch an die Magnifica Comunità di Primiero gebunden, die alte Talregierung, deren Statuten auf 1273 zurückgehen. Jahrhundertelang versammelten sich hier die Regeln des Primiero, einschließlich Siror, um Wälder, Weiden und Recht zu verwalten. Es ist eine Geschichte der Selbstverwaltung, die noch in der Identität des Ortes zu spüren ist.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Hochebene der Palagruppe, die weite Felswüste, die über dem Becken aufragt, mit den Liften vom nahen San Martino erreichbar.
  • Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta, eine gotische Kirche des 15. Jahrhunderts im Herzen des Ortes, mit ihrem hohen Kirchturm und den Holzaltären.
  • Der Cimon della Pala, die Felspyramide mit dem Beinamen Matterhorn der Dolomiten, die den Horizont im Norden des Ortes abschließt.

So erreichst du Fiera di Primiero

Von Feltre fährst du die Straße SS50 Richtung Rollepass durch die Cismon-Schlucht bis zum Becken des Primiero hinauf, wo Fiera der Hauptort ist. Von der Autobahn A22 fährst du bei Auer ab und weiter über Cavalese, den Rollepass und die Abfahrt nach San Martino. Der nächste Bahnhof ist Feltre, mit Fiera durch Talbusse verbunden.

Beste Reisezeit

Im Sommer ist das Becken kühl und grün, ein praktischer Stützpunkt, um die Palagruppe und den Rollepass zu erreichen. Im Winter lebt der Ort vom nahen Skigebiet San Martino di Castrozza. Frühling und Herbst sind ruhige Jahreszeiten, gut, um zwischen den Dörfern ohne Menschenmengen zu wandern.

Häufige Fragen

Was gibt es in Fiera di Primiero zu sehen?

Das Herz des Ortes ist die gotische Pfarrkirche Santa Maria Assunta, mit ihrem Kirchturm und den Holzaltären. Von hier ist es ein kurzer Weg hinauf nach San Martino und zu den Liften für die Hochebene der Palagruppe, mit dem Cimon della Pala, der über dem Tal aufragt.

Warum ist Fiera di Primiero die Hauptstadt des Primiero?

Weil es jahrhundertelang das Zentrum des Handels und der Verwaltung des Tals war. Der Reichtum der Silber- und Kupferminen zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert machte es zum wichtigsten Ort des Primiero, wie seine große gotische Kirche zeigt.

Wie kommt man nach Fiera di Primiero?

Von Feltre fährst du die Straße SS50 durch die Cismon-Schlucht bis zum Becken des Primiero hinauf. Wer von der Autobahn A22 kommt, fährt bei Auer ab und weiter über Cavalese und den Rollepass. Der nächste Bahnhof ist Feltre, durch Talbusse verbunden.

Wann ist die beste Zeit, um Fiera di Primiero zu besuchen?

Der Sommer ist die beste Jahreszeit, mit kühler Luft und den Wegen der Palagruppe in bequemer Reichweite. Im Winter ist der Ort ein Stützpunkt für die Pisten von San Martino di Castrozza. Im Frühling und Herbst ist der Ort ruhig und ohne Menschenmengen leicht zu erkunden.

Was ist der Palazzo delle Miniere in Fiera di Primiero?

Es ist ein strenger spätgotischer Palast des 15. Jahrhunderts, in Auftrag gegeben von Sigismund von Österreich, der als Sitz des Bergrichters diente. Heute beherbergt er ein Museum über die Silber- und Kupferminen des Primiero und erinnert an Luigi Negrelli, im Tal geboren, den Ingenieur, der die Trasse des Suezkanals entwarf.

Was ist die Magnifica Comunità di Primiero?

Es ist die alte Talregierung des Primiero, mit Statuten, die auf 1273 zurückgehen. Sie vereinte die Regeln des Tals, einschließlich Siror, um Wälder, Weiden und Recht zu verwalten. Fiera di Primiero war als Hauptstadt lange ihr Zentrum.