Der Cimon della Pala ist der Gipfel, der San Martino di Castrozza sein Gesicht gibt: 3.184 Meter Fels mit einem so schlanken, scharfen Profil, dass er den Beinamen Matterhorn der Dolomiten trägt, obwohl er nicht der höchste Gipfel der Palagruppe ist. Er beherrscht die Silhouette des Ortes und übernimmt bei Sonnenauf- und -untergang das Kommando, wenn das Enrosadira den Fels in Rosa und Orange entflammt. Seine Klettergeschichte reicht weit zurück: Die Erstbesteigung gelang am 3. Juni 1870 dem Engländer Edward Robson Whitwell mit den Bergführern Santo Siorpaes und Christian Lauener über den Travignolo-Gletscher. Dieses Datum markiert zugleich den Beginn des Bergtourismus in der Gegend.
Den Gipfel zu erreichen ist auch heute noch eine ernste alpine Tour, für Erfahrene oder für die, die einen Bergführer dabeihaben. Doch die Wahrheit ist, dass man den Cimon della Pala am besten von unten genießt. Klassische Aussichtspunkte von der Baita Segantini bis zum Rollepass rahmen ihn wie ein Gemälde, und viele der berühmtesten Bilder der Dolomiten stammen von dort. Auch ohne jeden Gedanken ans Klettern gehört es zu den eindrücklichsten Anblicken des Tals, einfach in seiner Nähe zu stehen und dem Wandel des Lichts zuzusehen.
Häufige Fragen
Warum wird der Cimon della Pala das Matterhorn der Dolomiten genannt?
Wegen seines schlanken, scharfen Profils, das an die berühmte Pyramide des Matterhorns erinnert. Er ist nicht der höchste Gipfel der Pale, aber der markanteste, und er ist zum Wahrzeichen von San Martino di Castrozza geworden.
Kann man auf den Gipfel des Cimon della Pala steigen?
Ja, aber es ist eine anspruchsvolle alpine Route, nur für erfahrene Kletterer oder für die mit einem Bergführer. Die Erstbesteigung war 1870. Die meisten Besucher genießen ihn stattdessen von Aussichtspunkten wie der Baita Segantini.