Die Hochfläche der Pale di San Martino ist einer der verwirrendsten Orte der Dolomiten: ein Felsplateau zwischen 2.500 und 2.700 Metern, riesig und fast mondartig, wo die Pflanzen aufhören und nur noch ein Meer aus hellem Stein bleibt, geformt von Wasser und Zeit. Du erreichst sie mit der Rosetta-Seilbahn, die von San Martino di Castrozza auf rund 2.700 Meter hinaufführt, und von dort bringt dich ein kurzer Weg auf den Gipfel der Cima Rosetta. Kein Wunder, dass diese Landschaft Dino Buzzati so tief traf, dass viele glauben, sie habe die reglose, schwebende Stimmung der Tatarenwüste inspiriert. Sie zu durchqueren, fühlt sich wirklich an, als überschritte man einen anderen Planeten.

Vom Ankunftsplatz der Seilbahn fächern sich Wege für jedes Niveau auf, die zu Hütten und Aussichtspunkten führen, und hier beginnen die großen Anstiege zu den bedeutenden Gipfeln der Palagruppe, dem Cimon della Pala eingeschlossen. Doch du musst kein Bergsteiger sein: Ein einfacher Höhenspaziergang genügt, um die Größe des Ortes zu spüren, mit Dolomitentürmen, die sich auf allen Seiten erheben, und Horizonten, die endlos weiterzulaufen scheinen. Das ganze Gebiet gehört zum Naturpark Paneveggio Pale di San Martino, der diese strenge, stille Landschaft schützt.

Häufige Fragen

Wie erreicht man die Hochfläche der Pale di San Martino?

Mit der Rosetta-Seilbahn, die von San Martino di Castrozza abfährt und auf rund 2.700 Meter hinaufsteigt. Von dort betrittst du direkt das Felsplateau, und ein kurzer Weg erreicht den Gipfel der Cima Rosetta.

Braucht man Erfahrung, um die Hochfläche zu besuchen?

Nicht für einen Spaziergang nahe der Bergstation. Aber längere Touren zu den Hütten und Gipfeln erfordern Kondition, passende Ausrüstung und ein Auge fürs Wetter: Die Bedingungen dort oben können rasch umschlagen.