Der Signatur-Weiler von Villnöss, mit seinem Kirchlein unter den Geislerspitzen, einer der meistfotografierten Ausblicke der Dolomiten.

Ein wenig Geschichte

St. Magdalena, Sankt Magdalena auf Deutsch, ist der höchste und bekannteste Weiler von Villnöss, auf 1.339 Metern. Es ist eine Handvoll Höfe, über die Wiesen verstreut, mit der Pfarrkirche, die zwischen den Feldern steht, und den Wänden der Geisler, die den Horizont dahinter abschließen.

Das Tal blieb lange abseits der großen Dolomiten-Touristenrouten. Keine großen Anlagen, kein Skikarussell: hier ist die Landschaft eine aus Berghöfen, Landwirtschaft und Wäldern. Dieser ländliche Charakter, mit dem Kirchlein und den Geislern dahinter, ist es, der St. Magdalena zu einem der vertrautesten Bilder Südtirols machte.

Villnöss ist das Heimattal des Bergsteigers Reinhold Messner, 1944 in Brixen geboren und zwischen diesen Dörfern aufgewachsen. Es war sein Vater Josef, der ihn als Kind auf seinen ersten Gipfel führte, den Sass Rigais, der zusammen mit der Furchetta 3.025 Meter erreicht. Der Name Geisler kommt vom Ladinischen und bedeutet Nadeln, eine Anspielung auf die scharfen Zacken, die das Tal abschließen. Die Gruppe gehört zum Naturpark Puez-Geisler, einem UNESCO-Welterbe der Dolomiten, und einige der schönsten Wege am Fuß der Wände starten von St. Magdalena.

Die Pfarrkirche hat einen Glockenturm, der bereits 1394 belegt ist, während der spätgotische Bau, den wir heute sehen, aus dem Ende des 15. Jahrhunderts stammt. Die Sage besagt, dass während eines heftigen Gewitters eine kleine Statue der heiligen Magdalena an der Stelle erschien, an der später die Kirche entstand. Die kleine Statue wird noch im Inneren aufbewahrt. Ende Juli feiert das Dorf sein Fest mit einer tief empfundenen Prozession, und St. Magdalena beherbergt das Besucherzentrum des Naturparks Puez-Geisler, wo die geologische Geschichte der Dolomiten erzählt wird.

Sehenswürdigkeiten

So erreichst du St. Magdalena (Santa Maddalena)

Mit dem Auto verlässt du die Brennerautobahn (A22) bei Klausen-Gröden, dann fährst du die Straße von Villnöss hinauf bis St. Peter und weiter, zu St. Magdalena am Talschluss. Der nächste Bahnhof ist Klausen an der Brennerbahn. Linienbusse fahren Villnöss von Klausen und von Brixen hinauf.

Beste Reisezeit

Von Juni bis September sind die Wege unterhalb der Geisler schneefrei und es ist die beste Wandersaison. Im Herbst färben sich die Lärchen golden und die Wiesen rund um das Kirchlein geben das schönste Licht für Fotos. Im Winter ist das Dorf ruhig und eignet sich für Schneeschuhwanderungen und Spaziergänge im Schnee.

Häufige Fragen

Was kann man in St. Magdalena sehen?

Den Aussichtspunkt mit dem Kirchlein und den Geislern dahinter, den Adolf-Munkel-Weg entlang der Nordwände und die Glatsch-Alm in den Weiden des Naturparks Puez-Geisler. Es ist der Ausgangspunkt für die schönsten Wanderungen in Villnöss.

Was kann man in St. Magdalena unternehmen?

Wandere die Wege am Fuß der Geisler, wie den Adolf-Munkel-Weg entlang der Nordwände, steige zum Aussichtspunkt für Fotos des Kirchleins hinauf und besuche das Besucherzentrum des Naturparks Puez-Geisler im Dorf. Im Sommer gehst du hinauf zu den Almen, im Winter mit Schneeschuhen.

Was isst man in St. Magdalena?

Die Gerichte der Berghöfe und die lokalen Produkte. Probiere das Lamm des Brillenschafs, das Villnösser Brillenschaf, die älteste Schafrasse Südtirols und ein Slow-Food-Presidio. In den Almen und Gasthäusern findest du Speck, Bergkäse, dunkles Brot und Knödel.

Warum ist St. Magdalena berühmt?

Weil seine Kirche, allein zwischen den Wiesen stehend mit den Geislerspitzen dahinter, einen der wiedererkennbarsten Ausblicke der Dolomiten bildet. Die Kirche ist spätgotisch und bewahrt eine kleine Statue, die mit einer alten Sage verbunden ist. Der Aussichtspunkt oberhalb des Dorfes ist der beste Ort, um sie einzufangen.

Wo liegt St. Magdalena?

St. Magdalena ist der höchste Weiler von Villnöss, auf 1.339 Metern, in Südtirol. Es liegt am Talschluss, am Fuß der Geisler, jenseits des Hauptorts St. Peter.

Wann ist die beste Zeit, um St. Magdalena zu besuchen?

Der Sommer, von Juni bis September, um unterhalb der Geisler auf schneefreien Wegen zu wandern. Der Herbst bringt die Farben der Lärchen und das beste Licht für Fotos des Kirchleins. Im Winter ist das Dorf still und für Schneeschuhwanderungen geeignet.