Der höchstgelegene Ort von Gröden, am Fuß des Sella und des Langkofels, Tor zum Langental und zur Sellaronda.

Ein wenig Geschichte

Wolkenstein in Gröden, Sëlva auf Ladinisch und Wolkenstein auf Deutsch, schließt das Tal auf 1.563 Metern ab, am Fuß des Sella und des Langkofels. Es ist der höchste und sportlichste Ort von Gröden, ein natürlicher Ausgangspunkt für die Sellaronda und für die großen Gipfel ringsum.

Der deutsche Name, Wolkenstein, stammt von den mittelalterlichen Herren des Tals: oberhalb des Ortes überdauern die Ruinen ihrer Burg, auf den Fels gebaut. Auch die Geschichte der Dichtung führte durch diese Familie, mit dem Ritter und Dichter Oswald von Wolkenstein.

Hinter dem bebauten Gebiet öffnet sich das Langental, weit und fast eben, Tor zum Naturpark Puez-Geisler und eine der beliebtesten Wanderungen der Gegend. Ringsum verbinden die Anlagen Wolkenstein mit dem großen Liftverbund der Sella.

Oswald von Wolkenstein, geboren um 1377 und gestorben 1445, ist die Figur, die dem Ort Ansehen verleiht. Als Junge verlor er bei einem Jagdunfall ein Auge, dann reiste er durch Europa und den Nahen Osten und übte allerlei Berufe aus, vom Koch bis zum Seemann, und lernte zehn Sprachen. Er gilt als der letzte große Minnesänger.

Die Burg Wolkenstein, Anfang des 12. Jahrhunderts unterhalb der Stevia-Wand erbaut, stürzte 1525 ein und wurde nie wieder aufgebaut. Es bleiben die Ruinen, auf den Fels gebaut am Eingang des Langentals über 1600 Metern, Ziel eines kurzen Aufstiegs.

Sehenswürdigkeiten

  • Das Langental, das ebene Tal hinter Wolkenstein, perfekt für einen Spaziergang im Wald am Fuß des Puez.
  • Die Langkofelrunde, die Runde um das Massiv, das den Ort beherrscht.
  • Die Ruinen der Burg Wolkenstein und die Verbindung zur Sellaronda, dem berühmten Skizirkus rund um die Sellagruppe.

So erreichst du Wolkenstein (Selva)

Mit dem Auto verlässt du die Brennerautobahn A22 bei Klausen/Gröden und fährst auf der SS242 bis zum Talschluss hinauf, an St. Ulrich und St. Christina vorbei. Von hier führt die Straße weiter zum Grödner Joch und zum Sellajoch. Der nächste Bahnhof ist Klausen; von dort und von Bozen kommen die Grödner Linienbusse an.

Beste Reisezeit

Der Winter ist die starke Jahreszeit: Wolkenstein ist das Tor zur Sellaronda und einer der skiaffinsten Orte der Dolomiten. Im Sommer dominieren die Wanderungen, mit dem ebenen Langental und der Langkofelrunde. In den Übergangszeiten sind viele Anlagen geschlossen, daher lohnt es sich, die Öffnungszeiten vor dem Aufbruch zu prüfen.

Häufige Fragen

Was kann man in Wolkenstein sehen?

Das Langental mit seiner ebenen Wanderung, die Langkofelrunde, die Ruinen der Burg Wolkenstein und, im Winter, die Sellaronda, den Skizirkus rund um die Sellagruppe, der genau hier beginnt.

Wo liegt Wolkenstein in Gröden?

Wolkenstein schließt Gröden oben ab, auf 1.563 Metern, am Fuß des Sella und des Langkofels. Es ist der letzte Ort im Tal, wenn man von St. Ulrich und St. Christina hinauffährt, Richtung Grödner Joch und Sellajoch.

Was ist die Sellaronda und beginnt sie in Wolkenstein?

Die Sellaronda ist der Skizirkus, der rund um die Sellagruppe verläuft und die vier Dolomitenpässe passiert. Wolkenstein ist einer der natürlichen Ausgangspunkte der Runde, dank der Anlagen, die es mit dem Sella-Verbund verbinden.

Ist das Langental für eine leichte Wanderung geeignet?

Ja. Das Langental öffnet sich hinter Wolkenstein und ist weit und fast eben, im Naturpark Puez-Geisler. Es ist eine der leichtesten und beliebtesten Wanderungen der Gegend, auch für Familien geeignet und für alle, die eine Strecke ohne Höhenmeter suchen.

Wer war Oswald von Wolkenstein?

Ein Ritter und Dichter, verbunden mit der Burg von Wolkenstein, geboren um 1377 und gestorben 1445. Als Junge verlor er ein Auge, reiste durch Europa und den Nahen Osten, übte die verschiedensten Berufe aus und lernte zehn Sprachen. Er gilt als der letzte große Minnesänger des Mittelalters.

Was kann man in Wolkenstein abseits des Skifahrens sehen?

Die Ruinen der Burg Wolkenstein aus dem 12. Jahrhundert am Eingang des Langentals und das Langental selbst, mit seiner ebenen Wanderung im Naturpark Puez-Geisler. Im Sommer gibt es die Langkofelrunde um das Massiv, das den Ort beherrscht.