Das Marmolada Grande Guerra 3000m gilt als das höchstgelegene Museum Europas. Es liegt an der Zwischenstation Serauta auf rund 3.000 Metern, entlang der Seilbahn, die von Malga Ciapela zur Punta Rocca hinaufführt. Es erzählt eines der seltsamsten Kapitel des Ersten Weltkriegs, als sich hier zwischen 1915 und 1917 Italiener und Österreich-Ungarn gegenüberstanden, auf dem Gletscher selbst. Unter der Leitung des Ingenieurs Leo Handl trieben die Österreich-Ungarn eine ganze Eisstadt in den Gletscher: kilometerlange Stollen mit Schlafräumen, einem Lazarett, Nachschubdepots, Beobachtungsposten, sogar einer Kapelle. Ein Experiment aus Ingenieurskunst und Überleben ohne Vorbild.
2015 renoviert und erweitert, verbindet das Museum Fundstücke, Fotografien und Dokumente mit einer Multimedia-Installation, die den absurden Alltag eines im Gletscher geführten Kriegs nachbildet. Ein Modell der Eisstadt hilft dir, die Ausdehnung jener labyrinthischen Gänge zu erfassen. Der Besuch verbindet sich ganz natürlich mit der Seilbahnfahrt, und es ist der Schauplatz, der es zu etwas anderem als einem gewöhnlichen Museum macht: die Höhe, die Kälte, das Eis, das immer wieder Gegenstände und Überreste freigibt. Ein guter Halt für alle, die die Dolomiten nicht nur nach ihrem Aussehen kennenlernen wollen, sondern auch nach dem, was sie durchgemacht haben.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Museum zum Ersten Weltkrieg an der Marmolata?
An der Zwischenstation Serauta auf rund 3.000 Metern, entlang der Seilbahn von Malga Ciapela zur Punta Rocca. Genau diese Höhe verschafft ihm den Titel des höchstgelegenen Museums Europas.
Was kann man im Museum sehen?
Fundstücke, Fotografien und Dokumente aus dem auf dem Gletscher geführten Krieg, mit einer Multimedia-Installation und einem Modell der Eisstadt, dem Netz aus Stollen, das die Österreich-Ungarn in die Gletschermasse trieben.
