Die Seiser Alm ist eine der besten Aussichtsterrassen der Alpen. Im Westen fällt sofort der Langkofel (Sassolungo) mit seinem Nachbarn, dem Plattkofel (Sassopiatto), ins Auge, und nach Südwesten zieht sich die lange Wand des Rosengartens (Catinaccio), dessen Name Rosengarten bedeutet. Die Sage siedelt genau hier das Reich des Königs Laurin an. Wie die ladinische Geschichte erzählt, wurde der Zwergenkönig verraten und um seinen Zaubergürtel gebracht, und so verwünschte er seine Rosen, dass sie niemand mehr sehen sollte, weder bei Tag noch bei Nacht. Doch er vergaß die Morgen- und die Abenddämmerung, und seither glüht der Fels zu diesen beiden Stunden rosarot.
Das ist die Enrosadira, der Effekt, bei dem sich der Dolomit, reich an Kalzium- und Magnesiumkarbonat, im flachen Licht rosa und rot färbt. Am Rosengarten ist er besonders kräftig. Die besten Plätze erreichst du auf den flachen Wegen des Plateaus oder mit den Liften weiter oben, wo offene Wiesen die Gipfel frei einrahmen. Geh bei Sonnenuntergang hin, die Kamera bereit.
Häufige Fragen
Was ist die Enrosadira des Rosengartens?
Es ist die Art, wie der Dolomit bei Sonnenauf- und -untergang in Rosa und Rot aufleuchtet. Am Rosengarten ist das besonders lebhaft, und die ladinische Überlieferung verbindet es mit der Sage von König Laurin und seinem Rosengarten.
Wo siehst du den Langkofel am besten?
Von den nach Westen gerichteten Wiesen der Seiser Alm und von den höher gelegenen Bereichen, die die Lifte erschließen, zeigen sich Langkofel und Plattkofel in ihrer vollen Größe.