Alte Stadt des oberen Pustertals mit ihrer romanischen Stiftskirche, ein Tor zu den Drei Zinnen und dem Talradweg.
Ein wenig Geschichte
Innichen, Innichen auf Deutsch, liegt auf 1.175 Metern im oberen Pustertal, nahe der österreichischen Grenze. Es ist eines der ältesten Dörfer der Alpen. Seine Geschichte beginnt 769, als der bayerische Herzog Tassilo III. hier ein Benediktinerkloster gründete, um den Menschen des Tals den Glauben zu bringen.
Das Zeichen jener Geschichte ist die Stiftskirche der heiligen Candidus und Korbinian, die bedeutendste romanische Kirche Südtirols. Zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert erbaut, beherbergt sie alte Fresken und ein großes hölzernes Kruzifix. Die Altstadt wuchs rund um ihre Apsis, mit Laubengassen, Häusern mit steilen Dächern und Zeichen, die von Jahrhunderten des Handels auf der Straße nach Österreich erzählen.
Heute ist Innichen eine kleine, ordentliche, gepflegte Ferienstadt. Der Radweg, der entlang der Drau und der Rienz hinabführt, beginnt hier, und von hier steigst du zu den Drei Zinnen und ins Fischleintal hinauf. Die Stadt bleibt ihrer historischen Identität verbunden, zwischen Deutsch und Italienisch, und dem Leben des Tals.
Die Stiftskirche beherbergt zwei erstrangige Werke. Das erste ist die hölzerne Kreuzigungsgruppe, um die Mitte des 13. Jahrhunderts geschnitzt und zu den bedeutendsten Werken der spätromanischen alpinen Bildhauerei gezählt. Das zweite ist das Fresko in der Kuppel, das die Geschichte der Schöpfung erzählt: es ist das größte erhaltene Monumentalfresko der romanischen Malerei. In der Krypta, unter der Vierung, wird eine hölzerne Skulptur aus dem 13. Jahrhundert eines der beiden Schutzpatrone aufbewahrt.
Das Kloster entstand, als der bayerische Herzog Tassilo III. dem Abt Atto einen Landstrich schenkte, um die slawische Bevölkerung des Tals zu christianisieren. Von hier nahm das Dorf Gestalt an. Die Stiftskirche, wie wir sie heute sehen, ist das Ergebnis zweier Umbauten: der erste von 1140, der zweite von 1240, als die Gewölbe, das Querschiff und die Kuppel über der Vierung gebaut wurden.
Sehenswürdigkeiten
- Die Stiftskirche der heiligen Candidus und Korbinian, die größte romanische Kirche Südtirols, im Herzen der Altstadt.
- Der Pustertaler Radweg, der von Innichen Richtung Bruneck hinab und Richtung Lienz in Österreich hinaufführt.
- Die Altstadt mit ihren Laubengassen, ein ausgezeichneter Ausgangspunkt, um zu den Drei Zinnen und ins Fischleintal hinaufzusteigen.
So erreichst du Innichen (San Candido)
Mit dem Auto verlässt du die Brennerautobahn A22 bei Brixen und fährst weiter auf der Pustertaler Hauptstraße nach Osten, an Bruneck und Toblach vorbei. Innichen hat einen eigenen Bahnhof an der Pustertalbahn, mit Zügen aus Franzensfeste und Verbindungen Richtung Lienz in Österreich. Vom Bahnhof steigen die Talbusse Richtung Fischleintal und Drei Zinnen hinauf.
Beste Reisezeit
Im Sommer ist Innichen der Ausgangspunkt für Wanderungen Richtung Drei Zinnen und Fischleintal, mit langen Tagen und trockenen Wegen. Im Winter wird es zu einer Stadt des Abfahrts- und Langlaufsports, mit Schnee, der den Talkessel des oberen Pustertals bedeckt. Frühling und Herbst sind ruhiger, gut für den Radweg und Spaziergänge in der Altstadt.
Häufige Fragen
Was gibt es in Innichen zu sehen?
Das Wahrzeichen ist die Stiftskirche der heiligen Candidus und Korbinian, die bedeutendste romanische Kirche Südtirols. Auch ein Spaziergang durch die Altstadt mit den Lauben lohnt sich. Von hier brechen der Pustertaler Radweg und die Straßen Richtung Drei Zinnen und Fischleintal auf.
Wie kommt man nach Innichen?
Mit dem Auto folgst du der Pustertaler Hauptstraße von Bruneck nach Osten. Mit dem Zug gibt es den Bahnhof Innichen an der Pustertalbahn, mit direkten Verbindungen aus Franzensfeste und Richtung Lienz in Österreich.
Wie alt ist Innichen?
Sehr alt. Die Stadt entstand 769 rund um ein Benediktinerkloster, gegründet vom bayerischen Herzog Tassilo III. Es ist eines der ältesten Dörfer der Alpen, und die romanische Stiftskirche bewahrt noch sein Zeichen.
Wann sollte man Innichen besuchen?
Im Sommer für Wanderungen Richtung Drei Zinnen und Fischleintal. Im Winter für Abfahrts- und Langlaufsport im Talkessel des oberen Pustertals. Frühling und Herbst bleiben ruhig, gut für den Radweg und die Altstadt.
Was beherbergt die Stiftskirche von Innichen?
Zwei bemerkenswerte Werke. Die hölzerne Kreuzigungsgruppe, um die Mitte des 13. Jahrhunderts geschnitzt, unter den bedeutendsten Werken der alpinen romanischen Bildhauerei. Und das Kuppelfresko der Schöpfung, das größte erhaltene Monumentalfresko der romanischen Malerei. In der Krypta gibt es außerdem eine hölzerne Skulptur aus dem 13. Jahrhundert eines der Schutzpatrone.
Ist Innichen für Familien mit Kindern geeignet?
Ja. Die Altstadt ist Fußgängerzone und kompakt, der Pustertaler Radweg ist flach und für kleine Kinder geeignet, und in der Saison erreichen die Talbusse das Fischleintal ohne die Notwendigkeit eines Autos.