Hauptort des Comelico, wo der Piave auf den Padola trifft, zwischen den Gipfeln des Popera und der Sextner Rotwand.

Ein wenig Geschichte

Santo Stefano di Cadore liegt auf 908 Metern, dort wo der Padola-Bach aus dem Comelico herabkommt und in den Piave mündet. Es ist das Hauptzentrum des Tals, das Dorf, in dem seit jeher Markt, Ämter und die Straßen nach Österreich und ins Cadore zusammenkamen.

Das Comelico ist ein abgeschiedener Winkel der Dolomiten, weniger befahren als die berühmten Täler. Hier ist die ladinische Kultur stark geblieben, in den Häusern aus Holz und Stein, in den alten Dorfstatuten und in Festen wie den Karnevals-Rolle mit ihren Masken. Santo Stefano ist ihr Tor, wenn man vom Piave-Tal heraufkommt.

Hinter dem Dorf erheben sich die großen Grenzgipfel. Die Popera-Gruppe und die Sextner Rotwand schließen den Horizont im Norden ab, an der Grenze zu Südtirol und Österreich. Von hier führen Straßen und Wege zu den Pässen und zu den anderen Weilern des Comelico, bis nach Sappada.

Die Handelsberufung des Dorfes ist alt. Die Allerheiligenmesse im Weiler Tamber ist bereits 1256 belegt: Sie begann als Markt für Vieh und Bergprodukte und wird noch heute jedes Jahr Anfang November abgehalten. Das Holz war jahrhundertelang der Reichtum des Tals, zusammen mit der Holzverarbeitung.

Im 20. Jahrhundert schloss sich Santo Stefano dem Brillendistrikt des Cadore an. Ab den 1950er Jahren gaben die Brillenfabriken vielen Familien des Comelico Arbeit, und Betriebe der Branche gibt es im Tal noch heute. Neben der Industrie überleben die alten Handwerke, von der Holzverarbeitung bis zu den Antiquitäten.

Sehenswürdigkeiten

So erreichst du Santo Stefano di Cadore

Santo Stefano di Cadore liegt an der Staatsstraße 52 Carnica, die das Comelico vom Cadore aus Richtung Österreich und Kreuzbergpass hinaufsteigt. Von der Autobahn fährst du bei Pieve di Cadore ab, wenn du aus Venetien heraufkommst, oder bei Carnia von Osten. Der nächste Bahnhof ist Calalzo-Pieve di Cadore, mit dem Dorf durch die Linienbusse des Tals verbunden.

Beste Reisezeit

Der Sommer ist die beste Jahreszeit für Wanderungen zum Popera und in die anderen Täler des Comelico, mit langen Tagen und blühenden Wiesen. Im Winter ist das Dorf ruhig und schneebedeckt, ein guter Stützpunkt für den Langlauf und Schneeschuhtouren. Im Herbst färben sich die Lärchenwälder gelb und das Tal leert sich.

Häufige Fragen

Was gibt es in Santo Stefano di Cadore zu sehen?

Der Ortskern mit den traditionellen Häusern des Comelico, der Zusammenfluss von Padola und Piave und die Berge dahinter: die Popera-Gruppe und die Sextner Rotwand. Es ist ein guter Stützpunkt, um das ganze Comelico bis nach Sappada zu erkunden.

Wo liegt Santo Stefano di Cadore?

Es liegt auf 908 Metern im Cadore, wo der Padola-Bach in den Piave mündet. Es ist der Hauptort des Comelico, an der Straße, die Richtung Österreich und Sappada hinaufsteigt.

Wie kommt man nach Santo Stefano di Cadore?

Du folgst der Staatsstraße 52 Carnica, die das Comelico vom Cadore aus hinaufsteigt. Von der Autobahn fährst du bei Pieve di Cadore auf der venetischen Seite oder bei Carnia von Osten ab. Der nächste Bahnhof ist Calalzo-Pieve di Cadore, durch Linienbusse verbunden.

Was ist das Comelico?

Das Comelico ist das abgeschiedene Tal der Belluneser Dolomiten zwischen dem Cadore und der österreichischen Grenze, dessen Hauptort Santo Stefano ist. Es hat eine starke ladinische Kultur, mit Häusern aus Holz und Stein und Festen wie den Karnevals-Rolle.

Was ist die Allerheiligenmesse von Santo Stefano di Cadore?

Es ist ein Markt, der bereits 1256 im Weiler Tamber belegt ist, entstanden für den Austausch von Vieh und Bergprodukten. Er wird jedes Jahr Anfang November abgehalten und bleibt eines der ältesten und am tiefsten empfundenen Ereignisse des Comelico.

Warum ist Santo Stefano di Cadore mit Brillen verbunden?

Weil es Teil des Brillendistrikts des Cadore ist. Ab den 1950er Jahren gaben die Brillenfabriken vielen Familien des Comelico Arbeit, und einige Betriebe der Branche sind im Tal noch aktiv, neben der Holzverarbeitung.