Die Popera-Gruppe ist ein kleiner, aber schroffer Ausläufer der Sextner Dolomiten, ein rund zehn Kilometer langer Kamm an der Grenze zwischen Venetien und Südtirol, der das Comelico nach Norden abschließt. Zu ihren Gipfeln zählen Berge wie der Elfer (Cima Undici), der Monte Popera und die Sextner Rotwand (Croda Rossa di Sesto), die auf 2.936 Metern ihren Namen dem rötlichen Fels verdankt, der bei Sonnenuntergang am kräftigsten leuchtet. Nur wenige kommen hier herauf. Kletterer und erfahrene Bergwanderer lieben das Gebiet für die Dolomitwände, die luftigen Scharten und die anspruchsvollen Klettersteige, etwa jenen, der auf den Gipfel der Rotwand führt.
Das ganze Gebiet war eine bedeutende Front des Ersten Weltkriegs und birgt noch immer viele Schützengräben, Stollen und Befestigungen, die heute in hochalpine historische Wege eingebunden sind. Der wichtigste Stützpunkt ist das Rifugio Berti im Vallon Popera auf 1.950 Metern, 1962 eröffnet und nach dem Bergsteiger und Schriftsteller Antonio Berti benannt, den man den Sänger der Felsen nannte. Von hier brichst du zu Routen wie der Popera-Runde und den Anstiegen zu den Gipfeln auf. Das ist das Herz des UNESCO-Welterbes Dolomiten, unberührtes und stilles Hochgebirge.
Häufige Fragen
Ist die Popera-Gruppe für ungeübte Wanderer geeignet?
Nein. Das ist Hochgebirge mit anspruchsvollen Routen und Klettersteigen, etwa jenem an der Sextner Rotwand, gedacht für erfahrene Bergwanderer und Kletterer mit der richtigen Ausrüstung. Das Rifugio Berti ist ein guter Stützpunkt.
Gibt es in diesem Gebiet Spuren des Ersten Weltkriegs?
Ja, viele. Die Gruppe war eine Front des Ersten Weltkriegs und birgt noch heute Schützengräben, Stollen und Geschützstellungen, die du entlang hochalpiner historischer Wege zwischen den Gipfeln und rundherum besichtigen kannst.