Die Fanesalm ist einer dieser Orte, an denen die Dolomiten aufhören, reine senkrechte Wände zu sein, und sich in weiten Raum öffnen. Sie ist der südliche Teil des Naturparks Fanes-Sennes-Prags, über 25.000 Hektar Kalkfels, Karsttrichter und Höhenwiesen, auf denen im Sommer die Herden weiden. Verstreut zwischen den Almen liegen kleine Bergseen, der berühmteste ist der Limosee mit seinem markanten Smaragdgrün in einer grasbewachsenen Mulde. Die Landschaft wirkt stellenweise fast mondartig und ist doch sanft und belebt, ganz anders als die Felstürme, die den Horizont abschließen.
Hier ist die Geografie mit dem Mythos verwoben. Die Hochebene ist Schauplatz der Sage vom Königreich Fanes, der bekanntesten ladinischen Legende: ein mit Murmeltieren verbündetes Volk, die Kriegerprinzessin Dolasilla, eine verheißene Rückkehr, angekündigt vom Klang silberner Trompeten. Wenn du zwischen diesen Felsen wanderst, verstehst du, warum die Fantasie der Menschen, die hier lebten, solche Geschichten hervorbrachte. Du erreichst sie zu Fuß von St. Vigil in Enneberg aus, indem du durch die Täler des Parks aufsteigst, oft über Pederü und die Höhenhütten. Gute Vorbereitung, feste Schuhe und ein früher Aufbruch sind nötig: Die Entfernungen sind hier oben groß.
Häufige Fragen
Wie erreichst du die Fanes-Hochebene?
Zu Fuß von St. Vigil in Enneberg aus, hinauf durch die Täler des Naturparks Fanes-Sennes-Prags, oft über das Gebiet von Pederü und die Höhenhütten. Die Routen sind unterschiedlich lang, verlangen aber in der Regel anspruchsvolle Wanderungen.
Welche Sagen sind mit Fanes verbunden?
Die Hochebene ist das Herz der Sage vom Königreich Fanes, der berühmtesten ladinischen Legende, mit der Kriegerprinzessin Dolasilla und den Murmeltieren, die mit dem Volk der Fanes verbündet waren und die der Erzählung nach noch immer auf die Rückkehr ihres Königreichs warten.