Die Baita Segantini ist einer jener Orte, die man auf einem Foto sieht und sofort besuchen will. Sie steht auf rund 2.170 Metern nahe dem Rollepass, und ihren Ruhm verdankt sie dem Blick, den sie auf den Cimon della Pala öffnet: Vor der Hütte liegt ein kleiner Teich, der bei stillem Wasser den Berg wie ein Spiegel zurückwirft. Der Name verweist auf den großen Maler Giovanni Segantini, doch die Geschichte der Hütte gehört einem anderen Künstler, Alfredo Paluselli, der sie 1936 baute, indem er einen alten Heustadel aus Bellamonte abtrug und mit dem Karren hier heraufschaffte. Er lebte fast allein für nahezu fünfunddreißig Jahre, und er war es, der einen Bach umleitete, um den Teich anzulegen, weil er seine Hütte und seinen geliebten Cimon im Wasser gespiegelt sehen wollte.
Du gelangst auf einer kurzen Wanderung vom Rollepass hierher, über einen Schotterweg, der leicht genug zum Spazieren ist. Geh bei Morgen- oder Abenddämmerung: Dann bringt das Licht die Farben des Felsens hervor, der Teich wird zum Spiegel, und der Ort wird schwer in Worte zu fassen. Von der Hütte zweigen mehrere Wege Richtung Val Venegia und der Hochfläche der Pale ab, und die Hütte selbst ist ein großartiger Rastplatz. Halte für ein Stück Strudel oder einen warmen Teller inne, bevor du weiterziehst, mit einem der schönsten Ausblicke des Trentino vor dir.
Häufige Fragen
Wie kommt man zur Baita Segantini?
Zu Fuß vom Rollepass über einen Schotterweg. Zu bestimmten Zeiten und unter von Saison zu Saison wechselnden Regeln ist ein Teil der Strecke auch für berechtigte Fahrzeuge geöffnet, es lohnt sich also, vor dem Aufbruch nachzusehen.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Baita Segantini?
Morgen- und Abenddämmerung, ohne Frage. Dann färbt das Licht den Cimon della Pala rosa, und der Teich vor der Hütte spiegelt sein Profil, was genau der Grund ist, warum der Ort so oft fotografiert wird.