Sappada hat fünfzehn Ortsteile, und die neun ältesten, von Pill bis Mühlbach, von Fontana bis Soravia, bilden das sogenannte Sappada Vecchia, eines der schönsten Dörfer Italiens. Die Häuser sind hier in Blockbauweise errichtet: waagerechte Holzbalken, übereinandergeschichtet und an den Ecken verkämmt, auf einem steinernen Sockel. Wenn du durch die engen Gassen gehst, vorbei an vom Alter dunkel gewordenen Fassaden und blumengeschmückten Balkonen, fühlt es sich an, als tratest du ein paar Jahrhunderte zurück.
Sappada ist eine deutsche Sprachinsel. Um das Jahr 1000 zogen Siedler tirolerischer und kärntnerischer Herkunft in dieses damals leere Tal, und die Gemeinschaft bewahrt bis heute ihre eigene Mundart, das Plodarisch, das dem Dorf seinen ortsüblichen Namen gibt, Plodn, verbunden mit dem Namen des Piave. Auch die Bräuche leben weiter: der örtliche Karneval, das Handwerk der Holzverarbeitung und einige alte Gebäude, die kleine volkskundliche Museen beherbergen und vom bäuerlichen Leben hier erzählen.
Häufige Fragen
Was sind die Blockbauhäuser von Sappada?
Es sind traditionelle Häuser aus waagerechten Holzbalken, die übereinandergeschichtet und an den Ecken verkämmt sind, auf einem steinernen Sockel. Diese Bautechnik ist typisch für deutschsprachige Alpengemeinschaften wie die von Sappada.
Warum spricht man in Sappada eine eigene Sprache?
Sappada ist eine deutsche Sprachinsel, um das Jahr 1000 von tirolerischen und kärntnerischen Familien besiedelt. Die Gemeinschaft bewahrt bis heute das Plodarisch, eine germanische Mundart, samt dem ortsüblichen Namen des Dorfes, Plodn.