Die Sorgenti del Piave (Quellen des Piave) liegen im Val Sesis oberhalb von Sappada, auf rund 1.830 Metern, am Fuß des Monte Peralba, der bis auf 2.693 Meter aufragt. Hier, am nördlichsten Punkt Venetiens, beginnt der Fluss, den die Italiener heilig fürs Vaterland nennen, seinen langen Lauf zur Adria. Die Stelle ist durch ein Denkmal aus den 1960er-Jahren gekennzeichnet, das das Wasser aus dem Moor darüber sammelt, und sie hat wegen des Ersten Weltkriegs echtes Gewicht. Klar tritt das Wasser zwischen den Felsen zutage, in einer offenen, stillen Almmulde neben einer kleinen Hütte.
Ins Val Sesis gelangst du von Cima Sappada aus. Die rund acht Kilometer asphaltierte Straße bis zur Quelle kannst du im Sommer befahren oder auf den zahlreichen Wegen zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Oben ist das letzte Stück zum Denkmal kurz und für jeden leicht, während vom selben Talboden aus anspruchsvollere Routen zum Monte Peralba, zur Avanza und zum Chiadenis führen, Gelände nur für erfahrene Bergsteiger. Das ist Grenzland zu Österreich, ein echter und ruhiger Winkel der Berge.
Häufige Fragen
Ist die Wanderung zu den Piave-Quellen anstrengend?
Nein. Im Sommer kannst du das Val Sesis auf der asphaltierten Straße hinauffahren, und der kurze Schlussweg zur Quelle ist für jeden leicht. Der nahe Monte Peralba dagegen verlangt Erfahrung und die richtige Ausrüstung.
Warum sind die Piave-Quellen historisch bedeutend?
Hier entspringt der Piave, der Fluss, der wegen seiner Rolle im Ersten Weltkrieg heilig fürs Vaterland genannt wird. Der Ort trägt deshalb eine tiefe historische Bedeutung, zusätzlich zu seiner Naturschönheit.