Der Talkessel von Ampezzo, eingefasst von Tofana, Cristallo und Sorapis, mit einer Fußgängerzone, zwei Olympischen Spielen im Rücken und einem Gemeinschaftsbesitz der Wälder, der seit Jahrhunderten hält.
Ein wenig Geschichte
Cortina d'Ampezzo liegt auf 1.224 Metern in einem weiten, sonnigen Kessel, den ein Amphitheater aus Bergen umschließt, die man von weitem beim Namen nennt: die Tofanen im Westen, der Cristallo im Norden, Sorapis und Faloria im Osten, die Cinque Torri und der Lagazuoi Richtung Pässe. Diese Geometrie erklärt eher als der Ort selbst, warum man sie die Königin der Dolomiten nennt: von überall im Dorf hebt man den Blick und findet eine Wand.
Bis 1918 war das Ampezzo tirolerisches Gebiet, und davor lagen Jahrhunderte der Selbstverwaltung. Die Ampezzaner sprechen ein eigenes Ladinisch, und die Sprache ist nicht das Einzige, was geblieben ist: die Regole d'Ampezzo, die Einrichtung, die Wälder und Weiden gemeinschaftlich verwaltet, besteht seit dem Mittelalter und besitzt bis heute den größten Teil des Gemeindegebiets. Deshalb sieht man rund um Cortina Wiesen und Wald statt Zweitwohnungen bis in die Höhe.
Die Olympischen Winterspiele waren zweimal hier, 1956 und im Februar 2026 als Austragungsort von Mailand-Cortina. Dazwischen liegen siebzig Jahre, in denen der Ort war, wo sich Italien zeigte: der Corso Italia als Fußgängerzone, der Kirchturm, den man aus jeder Straße sieht, die Schaufenster. Diesen Teil gibt es noch, aber er ist der kleinere.
Der größere Teil sind die Berge ringsum, und sie tragen noch die Spuren des Ersten Weltkriegs. Die Front verlief über die Grate oberhalb des Ortes, und am Lagazuoi und an den Cinque Torri wurden Stollen und Gräben als Freilichtmuseen hergerichtet: man geht durch ausgehauenen Fels, mit einer Aussicht, die 1916 ein Schussfeld war.
Wie Cortina d'Ampezzo in eine Reise von drei, fünf oder sieben Tagen passt: Die Dolomiten in 3, 5 oder 7 Tagen: So planst du deine Reise.
Sehenswürdigkeiten
- Die Cinque Torri, die Gruppe freistehender Türme über dem Falzaregopass, mit dem Freilichtmuseum des Ersten Weltkriegs und den meistfotografierten Kletterrouten der Dolomiten.
- Die Lagazuoi-Hütte auf 2.752 Metern, mit der Seilbahn vom Falzarego erreichbar, von der man durch die Kriegsstollen absteigt.
- Der Sorapissee, das blaue Wasser unter den Wänden des Sorapis, und die Tofanen mit Ra Valles über dem Ort.
So erreichst du Cortina d'Ampezzo
Cortina hat keinen Bahnhof: die Dolomitenbahn wurde 1964 stillgelegt und ihre Trasse wurde zum Radweg nach Toblach. Mit dem Zug kommt man nach Calalzo di Cadore oder Toblach und fährt mit dem Linienbus weiter, im Sommer und Winter dicht getaktet. Mit dem Auto steigt man von Belluno über die Alemagna-Straße auf oder über die Pässe Falzarego, Giau und Tre Croci. In der Hochsaison sind die Parkplätze im Zentrum früh voll, besser stellt man das Auto oberhalb des Ortes ab.
Beste Reisezeit
Der Sommer gehört den Wegen und Klettersteigen, mit Hütten von Juni bis September und Bahnen, die den Zustieg verkürzen. Der Winter gehört dem Skifahren auf den Pisten unter den Tofanen. Die Zwischensaisonen sind die ruhigsten: Ende September färben sich die Lärchen und der Kessel leert sich, doch viele Bahnen schließen, und es lohnt sich, vorher nachzusehen.
Häufige Fragen
Was kann man in Cortina d'Ampezzo sehen?
Die Cinque Torri mit dem Freilichtmuseum des Ersten Weltkriegs, die Lagazuoi-Hütte auf 2.752 Metern mit ihren Kriegsstollen, den Sorapissee und die Tofanen mit Ra Valles. Im Ort den Corso Italia als Fußgängerzone und den Kirchturm der Pfarrkirche.
Wie kommt man ohne Auto nach Cortina?
Cortina hat keinen Bahnhof: die Dolomitenbahn wurde 1964 stillgelegt. Man fährt mit dem Zug nach Calalzo di Cadore oder Toblach und weiter mit dem Linienbus, der in der Hochsaison dicht fährt. Die alte Bahntrasse ist heute der Radweg Richtung Toblach.
Was sind die Regole d'Ampezzo?
Die Einrichtung, die Wälder und Weiden des Talkessels gemeinschaftlich verwaltet, und die seit dem Mittelalter besteht. Sie besitzt bis heute den größten Teil des Gemeindegebiets: deshalb sieht man rund um Cortina Wiesen und Wald statt Bebauung bis in die Höhe.
Warum ist Cortina berühmt?
Wegen des Kessels, den Tofanen, Cristallo, Sorapis und Faloria umschließen, wegen der beiden Winterspiele 1956 und 2026 und weil der Ort lange der mondäne Treffpunkt der italienischen Bergwelt war. Ringsum liegen die Freilichtmuseen des Ersten Weltkriegs, am Lagazuoi und an den Cinque Torri.
Wann lohnt sich Cortina?
Im Sommer für Wege und Klettersteige, von Juni bis September mit geöffneten Hütten. Im Winter zum Skifahren. Ende September ist der schönste und ruhigste Moment, wenn sich die Lärchen färben, doch viele Bahnen schließen, und man prüft die Öffnungszeiten besser vorher.