Das Eggental beginnt vor den Toren von Bozen, in einer Schlucht, über der die Burg Karneid wacht, und steigt bis zum Karerpass auf 1.752 Metern, hinter dem das Trentino beginnt. Auf der einen Seite steht der Rosengarten, das Reich König Laurins aus der Sage, auf der anderen die Zacken des Latemar, dessen Kamm die Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino bildet. Dazwischen, im Wald unter dem Pass, liegt der Karersee, der zur Gemeinde Welschnofen gehört und nicht zum Fassatal.
Es gibt zwei Gemeinden. Welschnofen liegt auf 1.182 Metern am Fuß des Rosengartens, zählte Ende 2025 2.032 Einwohner und umfasst die Fraktion Karersee. Deutschnofen mit 4.117 Einwohnern liegt auf einer sonnigen Hochfläche, zusammen mit den Fraktionen Eggen, Obereggen und Petersberg. Die beiden Namen haben dieselbe Wurzel: In Urkunden von 1150 erscheint das Gebiet als Nova oder Nove, neu gerodetes Land, und schon im 13. Jahrhundert unterschied man einen deutsch besiedelten Teil im Westen von einem ladinischen im Osten. Deutsch-Nove und Welsch-Nove, also Deutschnofen und Welschnofen. Zum Tourismusgebiet des Tals gehört auch Steinegg in der Gemeinde Karneid.
Im Winter hat das Tal zwei Skigebiete von Dolomiti Superski. Carezza Dolomites hat 40 Kilometer Pisten zwischen Welschnofen und dem Karerpass; von Obereggen aus führt das Ski Center Latemar auf die andere Seite der Gruppe bis Pampeago und Predazzo im Fleimstal, mit 50 Kilometern. Im Sommer bringen dich die Bahnen von Welschnofen, Karersee und Obereggen zu den Wegen an Rosengarten und Latemar: Über Obereggen liegt das Latemarium mit seinen Themenwegen, und beim Karersee führt der Weg durch das Latemar-Labyrinth zwischen den Felsblöcken hindurch. Wer Ruhe sucht, wohnt in Deutschnofen, das Eggental Tourismus als das Dorf mit den meisten Sonnenstunden Südtirols vorstellt.
Wann sich Eggental (Val d'Ega) lohnt, Monat für Monat: Wann in die Dolomiten reisen: der Monat-für-Monat-Guide.