Das Herz des Zoldotals, Heimat der ausgewanderten Eismacher und Stützpunkt für den Pelmo und die Civetta.

Ein wenig Geschichte

Forno di Zoldo liegt auf 848 Metern, wo sich das Maè-Tal zwischen den Wäldern weitet. Es ist der Hauptort des Zoldotals, eine Ansammlung von Häusern aus Stein und Holz, eingezwängt zwischen Pelmo und Civetta. Seit 2016 gehört es zur Gemeinde Val di Zoldo, entstanden aus dem Zusammenschluss mit Zoldo Alto.

Seine Geschichte erzählt von Eisen und Eis. Jahrhundertelang bearbeiteten die Schmieden das Eisen, das aus den Bergen gefördert wurde, und schon der Name des Dorfes erinnert an die Schmelzöfen. Als die Minen schlossen, zogen die Männer des Zoldotals nach Europa, um Eis zu verkaufen. Von hier ist eine weltberühmte Schule von Eismachern erwachsen, die das Tal noch heute feiert und in seinen Museen erzählt.

Heute ist Forno der Stützpunkt für den Aufstieg zu den großen Gipfeln. Von hier führen die Straßen zum Staulanza-Pass und zu den Wegen am Fuß des Pelmo, des Berges, den die Alten den Thron des Allmächtigen nannten. Im Winter verbinden die Lifte von Ski Civetta das Tal mit einem der weitläufigsten Skikarusselle der Dolomiten.

Die Eismacher begannen Ende des 19. Jahrhunderts auszuwandern. Mit ihren Wägelchen verkauften die Menschen des Zoldotals Eis durch die Straßen des österreichisch-ungarischen Reiches. Sie gehörten zu den Ersten, die das Eis aus den adligen Küchen holten und es zu einer Speise für alle machten. Die Erinnerung an jene Jahre wird talabwärts gesammelt, in Longarone, das seit 1959 jedes Jahr die Internationale Messe des handwerklichen Speiseeises ausrichtet, entstanden als Treffpunkt der aus der Fremde heimkehrenden Eismacher.

Die Küche des Zoldotals erzählt dieselbe Berggeschichte. Das typische Gericht ist Pastin, eine Mischung aus gehacktem Schweinefleisch, gesalzen und gewürzt, gegrillt mit Polenta serviert oder roh auf Brot. In den Almkäsereien machen sie Formai frit, außen knusprig und innen weich, und Casonziei, Kürbisnocken mit zerlassener Butter und Räucherricotta.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Dörfer und Eismuseen des Zoldotals, die die Geschichte der ausgewanderten Eismacher zwischen den alten Häusern des Tals erzählen.
  • Monte Pelmo, der Thron des Allmächtigen, der das Tal mit seinem thronförmigen Profil beherrscht.
  • Der Staulanza-Pass, ein Übergang zwischen dem Zoldotal und dem Val Fiorentina, Ausgangspunkt für die Wege am Fuß des Pelmo und der Civetta.

So erreichst du Forno di Zoldo

Mit dem Auto verlässt du die A27 bei Belluno oder Longarone und fährst das Zoldotal über die Maè-Straße hinauf. Der nächste Bahnhof ist Belluno, von dem Linienbusse ins Tal fahren. Von Forno steigt dieselbe Straße zum Staulanza-Pass hinauf, Richtung Selva di Cadore.

Beste Reisezeit

Der Sommer ist die ideale Jahreszeit für Wanderungen am Fuß des Pelmo und der Civetta, mit schneefreien Wegen. Im Winter machen die Lifte von Ski Civetta das Dorf zu einem praktischen Stützpunkt zum Skifahren. Frühling und Herbst sind ruhig, mit gefärbten Wäldern und wenigen Touristen.

Häufige Fragen

Warum ist Forno di Zoldo für sein Eis berühmt?

Weil Generationen von Eismachern aus dem Zoldotal aufbrachen und in ganz Europa Eisdielen eröffneten. Die Tradition wird in den Eismuseen des Tals erzählt und jedes Jahr mit Festen zu Ehren der Zoldaner Eismeister gefeiert.

Wie kommt man nach Forno di Zoldo?

Mit dem Auto verlässt du die A27 bei Belluno oder Longarone und fährst das Zoldotal über die Maè-Straße hinauf. Dieselbe Straße führt zum Staulanza-Pass, Richtung Selva di Cadore und Val Fiorentina.

Was kann man im Sommer in Forno di Zoldo machen?

Im Sommer ist Forno der Stützpunkt für Wanderungen am Fuß des Pelmo und der Civetta. Vom Staulanza-Pass führen die Wege zu den großen Gipfeln, während du im Dorf die Museen besuchen kannst, die die Geschichte der Zoldaner Eismacher erzählen.

Kann man in Forno di Zoldo Ski fahren?

Ja, im Winter ist das Dorf mit dem Gebiet Ski Civetta verbunden, einem der weitläufigsten Skikarusselle der Dolomiten. Die Lifte verbinden das Zoldotal mit Alleghe und dem Val Fiorentina.

Wo kann man die Eismesse nahe Forno di Zoldo sehen?

Die Internationale Messe des handwerklichen Speiseeises findet in Longarone statt, am Ausgang des Zoldotals. Sie begann 1959 als Treffen der aus der Fremde heimkehrenden Eismacher und ist heute eine der bekanntesten Fachmessen Europas. Sie findet meist zwischen Ende November und Anfang Dezember statt.

Welche typischen Speisen gibt es in Forno di Zoldo?

Das typische Gericht ist Pastin, gehacktes und gewürztes Schweinefleisch, gegrillt mit Polenta serviert oder roh auf Brot. Auch Formai frit, der frittierte Käse, und Casonziei, Kürbisnocken mit zerlassener Butter und Räucherricotta, sind einen Versuch wert. Und natürlich das Eis, die eigene Tradition des Tals.