Val di Zoldo öffnet sich in den Belluneser Dolomiten und folgt dem Wildbach Maè. Es ist ein echtes, arbeitendes Tal, weit weg vom mondänen Tourismus und stolz auf seine Wurzeln. Das Leben hier war lange von harter Arbeit, Auswanderung und Bergtradition geprägt, und das hat eine Gemeinschaft ohne Allüren und mit einer tiefen Bindung an ihr Land geschaffen. Dies ist das rauere und vielleicht wahrere Gesicht der Dolomiten.
Zwei Riesen beherrschen den Blick. Da ist die gewaltige Nordwestwand des Monte Civetta, die an die 3.220 Meter reicht und als eine der größten Wände der gesamten Alpen gilt, genannt "die Wand der Wände". Und da ist der unverkennbare Block des Pelmo, den die Zoldaner caregón del Padreterno nennen, den Lehnstuhl des Allmächtigen. Dieses Felsamphitheater, durchquert vom Weitwanderweg Alta Via 1 von Prags nach Belluno, zieht Wanderer und Kletterer gleichermaßen an.
Das Tal ist weltberühmt für seine Eismacher. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die alte Eisenverarbeitung ausstarb, zogen viele Zoldaner aus, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und trugen das Handwerk des handgemachten Speiseeises zuerst durch Italien und dann durch ganz Europa, von Deutschland über Österreich bis in die Niederlande. Das Tal bewahrt dieses Erbe mit Stolz. Im Sommer führen Wege zum Coldaisee und am Fuß des Civetta entlang. Im Winter kannst du vor Ort Ski fahren, in einer unbedrängten, echt lokalen Atmosphäre.
