Wenige Ansichten der Dolomiten haben sich so ins Gedächtnis gebrannt wie die Seceda. Der Berg gipfelt auf 2.519 Metern im Naturpark Puez-Geisler, und du erreichst ihn von St. Ulrich (Ortisei) aus mit zwei Bahnen: zunächst der Kabinenbahn nach Furnes, dann der Standseilbahn hinauf in die Höhe. Von der Bergstation bringen dich wenige Minuten fast ebenen Wegs vor das Bild, das alle kennen: die Geisler-Spitzen (Odle), die auf der einen Seite senkrecht abstürzen und auf der anderen sanft über die Wiesen auslaufen. Das Licht macht hier den ganzen Unterschied. Im ersten Morgenlicht und in den Stunden vor Sonnenuntergang gerät der helle Fels in Brand und die Kontraste werden scharf.

Wer mehr will als ein schnelles Foto, findet reichlich zu erkunden. Von der Bergstation folgt die bekannte Ridge Line dem Kamm bis zum Gipfelkreuz und weiter Richtung Forcella Pana, während ruhigere Runden hinab zwischen die Hütten des Gebiets führen, mit wechselnden Blicken über Gröden (Val Gardena) und das Villnößtal (Val di Funes). Es passt für jeden, von Familien, die am ersten Aussichtspunkt Rast machen, bis zu Wanderern, die bis Pieralongia weiterziehen. Und der eigentliche Reiz liegt darin, wie viel auf engem Raum zusammenkommt: hohe Wiesen, Stille und eine der unverwechselbarsten Bergsilhouetten der Alpen.

Häufige Fragen

Wie erreichst du das Seceda-Plateau?

Von St. Ulrich aus nimmst du zwei Bahnen hintereinander: die Kabinenbahn nach Furnes, dann die Standseilbahn auf rund 2.500 Meter. Von dort ist der berühmteste Aussichtspunkt in wenigen Minuten fast eben erreicht. Wenn du lieber aufsteigst, rechne mit mehr als tausend Höhenmetern.

Wann besuchst du die Seceda am besten?

Die Wandersaison reicht etwa von Juni bis Oktober. Für Fotos sind die frühen Morgen- und die späten Nachmittagsstunden am besten, wenn das flache Licht das Profil der Geisler herausarbeitet. Klare Tage bieten die weitesten Blicke, ziehen aber die meisten Menschen an, deshalb bekommst du am frühen Morgen von beidem das Beste.