St. Ulrich (italienisch Ortisei, Urtijëi auf Ladinisch) ist der größte Ort im [Grödnertal](/localita/val-gardena) und sein pulsierendes Herz. Der alte Ortskern ist für den Verkehr gesperrt, du erkundest ihn also sorglos zu Fuß. Die Hauptstraße ist die Rezia-Straße: Kopfsteinpflaster, Schaufenster, Konditoreien und traditionelle Restaurants. Sie verbindet den Platz mit der kleinen Antoniuskirche (spätes 17. Jahrhundert) mit der größeren Pfarrkirche St. Ulrich, erbaut im späten 18. Jahrhundert. Es ist ein einfacher Spaziergang, den du in einer halben Stunde schaffst, mit Halt, wo immer es dir gefällt.
Die Holzschnitzerei ist hier keine Postkartenfolklore, sondern ein echtes, über Jahrhunderte weitergegebenes Handwerk. In vielen Geschäften kannst du den Schnitzern bei der Arbeit zusehen und handgefertigte Statuen, Krippen und Spielzeug finden. Um zu verstehen, woher das alles kommt, geh ins Museum de Gherdëina im Zentrum: Skulpturen, Gemälde, archäologische Funde und ein Bereich über Dolomitenfossilien, darunter ein Ichthyosaurus, der auf der Seceda selbst gefunden wurde. Halt auch die Ohren offen für die ladinische Sprache, die du überall unter den Einheimischen hörst.
Vor allem aber ist St. Ulrich das Tor zu zwei der schönsten Hochplateaus der Dolomiten. Vom Zentrum aus führt dich ein Tunnel mit Rolltreppen, der am Antoniusplatz beginnt, zu den Bahnen für [die Hochebene der Seceda](/cosa-vedere/altopiano-del-seceda): zuerst die Kabinenbahn St. Ulrich-Furnes, dann die Seilbahn Furnes-Seceda hinauf auf 2.500 Meter, gegenüber den zerklüfteten Graten der Geisler. Auf der anderen Seite des Ortes bringt dich die Seiser-Alm-Bahn in etwa fünfzehn Minuten hinauf zur größten Hochalm Europas. Zwei verschiedene Welten, beide nur einen kurzen Weg vom Parkplatz entfernt.
Häufige Fragen
Was gibt es in St. Ulrich an einem Tag zu sehen?
Beginne im Fußgängerzentrum und geh die Rezia-Straße hinunter, zwischen den Werkstätten der Holzschnitzer. Besuche die Pfarrkirche St. Ulrich und die kleine Antoniuskirche, dann das Museum de Gherdëina. Am Nachmittag nimm die Kabinenbahn hinauf zur Seiser Alm oder die Seceda-Bahnen, um die Dolomiten von oben zu sehen.
Wie kommst du von St. Ulrich zur Seceda?
Vom Zentrum erreichst du die Bahnen durch den Tunnel mit Rolltreppen, der am Antoniusplatz beginnt. Nimm die Kabinenbahn St. Ulrich-Furnes und dann die Seilbahn Furnes-Seceda, die dich auf rund 2.500 Meter bringt. Das kombinierte Rückfahrticket kostet etwa 52 Euro.
Ist das Zentrum von St. Ulrich eine Fußgängerzone?
Ja, der alte Ortskern ist eine Fußgängerzone. Die Hauptstraße, die Rezia-Straße, ist für den Verkehr gesperrt, und du kannst sie bequem zu Fuß zwischen Geschäften, Cafés und Restaurants entlangschlendern.
Wo parkst du in St. Ulrich?
Es gibt Parkplätze im unteren Teil des Ortes, gleich nach dem Tunnel, nahe den Talstationen. Von dort erreichst du in wenigen Gehminuten die Fußgängerzone und die Bahnen für die Seceda und die Seiser Alm.