St. Ulrich (Ortisei, auf Ladinisch Urtijëi) ist der Hauptort von Gröden, und sein Fußgängerzentrum ist der Ort, an dem du das Tal spürst, sobald du von den Gipfeln herunterkommst. Du gehst unter den Lauben an bemalten Häusern vorbei, entlang einer belebten Hauptstraße aus Cafés und Schaufenstern, an einem Ort, der zu jeder Jahreszeit lebendig bleibt. Es ist eine der Hochburgen der ladinischen Kultur, einer der ältesten Sprachminderheiten der Alpen. Hier ist das keine Folklore für Postkarten: Es ist eine Sprache, die die Menschen jeden Tag sprechen, samt ihren Bräuchen.

Gröden ist weltweit für seine Holzschnitzerei bekannt, ein Handwerk, das als Winterarbeit der Bauern des Tals begann und über die Jahrhunderte zu einer international anerkannten Kunst heranwuchs. Das Museum Gherdëina erzählt diese Geschichte. Es liegt in der Cësa di Ladins im Zentrum, seit 1960 geöffnet, und zeigt sakrale Skulpturen der großen Meister neben weltlichen Figuren, Tieren, Krippen, geschnitzten Schachfiguren und Spielzeug, dazu geologische Belegstücke der Dolomiten und Funde aus der Urgeschichte des Tals. Wenn du Wandern mit ein wenig Kultur verbindest, runden ein Bummel durch die Werkstätten und ein Halt im Museum den Tag schön ab, am besten mit ladinischer Küche zum Abschluss.

Häufige Fragen

Was gibt es im historischen Ortskern von St. Ulrich zu sehen?

Die Fußgängerzone mit ihren Lauben und typischen Häusern, die Pfarrkirche, das Museum Gherdëina zur ladinischen Kultur und zur Geologie der Dolomiten und die vielen Schnitzwerkstätten, der eigentliche Handwerksstolz des Tals.

Warum wird St. Ulrich mit der Holzschnitzerei verbunden?

Die Schnitztradition ging aus dem hervor, was die Bauern Grödens im Winter taten, und wurde über die Jahrhunderte zu einer international anerkannten Kunst. Heute halten Werkstätten und Ateliers in St. Ulrich sie am Leben, und das Museum Gherdëina zeichnet ihre Geschichte nach.