Das Fleimstal zieht sich durch alte Wälder im östlichen Trentino, eingezwängt zwischen dem Naturpark Paneveggio-Pale di San Martino und dem Park Monte Corno, mit der wilden Lagorai-Kette, die den südlichen Horizont abschließt. Elf Orte, gruppiert um Cavalese, Predazzo und Tesero, teilen ein Tal, in dem der Wald nicht bloß Kulisse ist. Er ist hier seit Jahrhunderten Teil der Wirtschaft und der Identität. Die Luft riecht nach Harz und frisch geschnittenem Holz.
Und eine bemerkenswerte Einrichtung hat überlebt: die Magnifica Comunità di Fiemme, eine Form gemeinschaftlicher Selbstverwaltung, die bis ins Mittelalter zurückreicht und von ihrem Sitz in Cavalese aus noch heute Tausende Hektar gemeinschaftlichen Waldes und gemeinschaftlicher Weide in den Orten des Tals verwaltet. Diese tiefe Verwurzelung hat eine stolze, unabhängige Fleimstaler Identität geprägt, aufgebaut auf gemeinsamer Bewirtschaftung und einer eigensinnigen Kultur der Eigenständigkeit, die ihren Platz mit echter Würde behauptet.
Die Wälder des Tals, allen voran Paneveggio, sind weltberühmt für ihr Klangholz: das Holz, das seit den Tagen Stradivaris zum Bau feiner Geigen und anderer Saiteninstrumente verwendet wird. Im Winter fährst du Ski auf der Alpe Cermis, und Langlauf auf Spitzenniveau läuft auf den Loipen von Lago di Tesero, einem Austragungsort der Spiele 2026. Im Sommer sind es Trekking in der Lagorai und Ausflüge in den Geigenwald. Die Verbindung von Holz, Musik und Gemeinschaft ist es, die hier alles zusammenhält.

