Durch Paneveggio zu gehen bedeutet, einen Wald zu betreten, der im wahrsten Sinne singen kann. Zwischen diesen Fichten wächst das sogenannte Resonanzholz: eine seltene Art mit sehr feinen, gleichmäßigen Jahresringen, leicht und zugleich steif, das den Klang besser trägt als jedes andere Material. Das ist kein Prospektgeschwätz. Eine neuere Untersuchung Hunderter Stradivari-Geigen hat bestätigt, dass Holz aus der Magnifica Comunità di Fiemme tatsächlich in die Werkstätten von Cremona gelangte und dass Meister wie Stradivari und Amati es genau hier suchten. Die Auswahl der Bäume ist bis heute eine sorgfältige Arbeit, und traditionell wird im Spätherbst bei abnehmendem Mond gefällt, wenn der Saft ruht und das Holz am stabilsten bleibt.

Einfache, gut gepflegte Wege durchziehen den Wald, gut auch mit Kindern, und winden sich zwischen hoch aufragenden Fichten und plötzlichen Lichtungen hindurch. Das Besucherzentrum von Paneveggio erzählt die ganze Geschichte: wie du einen Resonanzbaum erkennst, wie der Wald lebt und was geschieht, wenn ein Stamm zur Klangdecke wird. Entlang der Wege kommst du an den Wildgehegen vorbei, in denen die Hirsche des Parks leben, immer ein Höhepunkt für Familien. Auch längere Touren zur Lagorai-Kette und zur Palagruppe beginnen hier, doch manchmal genügt es, einfach stehen zu bleiben und dem Wind in den Wipfeln zu lauschen, um zu verstehen, woher der Beiname kommt.

Häufige Fragen

Warum heißt er der Wald der Geigen?

Weil seine Fichten seit Jahrhunderten Resonanzholz für die Klangdecken von Streichinstrumenten liefern. Der Zusammenhang ist belegt: Sogar die Werkstätten von Cremona, jene von Stradivari eingeschlossen, bezogen Holz aus diesen Tälern.

Ist der Wald für Familien geeignet?

Sehr sogar. Die Wege rund um Paneveggio sind größtenteils flach und gut ausgeschildert, und zwischen dem Besucherzentrum und den Hirschgehegen gibt es genug, um Kinder einen halben Tag lang zu beschäftigen.