Die Brenta-Dolomiten sind der westlichste Teil der Dolomiten und eines der neun Teilgebiete des UNESCO-Welterbes. Sie sind die einzige Dolomitengruppe westlich der Etsch und liegen ganz im Trentino, zwischen Judikarien, Rendenatal, Nonstal und Sulztal.
Die Bocca di Brenta teilt sie in zwei Teile: im Norden die Sfulmini-Kette und das Grostè-Massiv, im Süden die Cima Tosa und die Ambiez-Kette. Der höchste Gipfel ist nach den neueren Vermessungen, die Visit Trentino zitiert, die Cima Brenta mit 3.151 Metern; die berühmteste Felsnadel ist der Campanil Basso.
Gipfel, Hütten, Touren und Sehenswertes der Gruppe stehen weiter unten.
Auf der Karte

- 1Rundweg um den Molvenosee: die komplette Seerunde
- 2Weg zu den Vallesinella-Wasserfällen von Madonna di Campiglio
- 3Via delle Bocchette Centrali: der Symbol-Klettersteig der Brentagruppe
- 4Rifugio Brentei (Brentei-Hütte)
- 5Rifugio Tosa-Pedrotti
- 6Molvenosee (Lago di Molveno)
- 7Vallesinella-Wasserfälle (Cascate di Vallesinella)
Die bekanntesten Gipfel
- Cima Tosa3.136 m
- Cima Brenta3.151 m
- Crozzon di Brenta3.130 m
- Campanile Basso2.877 m
- Cima Grostè2.901 m
Höhen aus der Karte (OpenStreetMap).
Wie die Gruppe aufgebaut ist
Die Stiftung Dolomiten UNESCO beschreibt die Brenta-Gipfel als majestätische Bauten, von der Erosion zu Nadeln und Zinnen geformt. Das vorherrschende Gestein ist der Hauptdolomit in kompakten Bänken. Wo sich Klüfte kreuzen, entstanden Campanil Basso, Campanil Lungo und Torre Vallesinella; kleine Unterschiede zwischen den Schichten formten die Bänder, die Felsbalkone, über die der Bocchette-Weg führt.
Das Gestein lässt Wasser durch. Der Naturpark Adamello-Brenta erklärt, dass das Wasser in der Tiefe verschwindet und Karsterscheinungen wie die Vallesinella-Wasserfälle entstehen lässt, und dass die Gletscher der Gruppe auf kleine Reste geschrumpft sind.
Der höchste Gipfel und die Erstbesteigungen
Die Cima Tosa, laut Visit Trentino am 20. Juli 1865 von einer Gruppe um Giuseppe Loss erstmals bestiegen, galt damals als höchster Gipfel der Gruppe. Visit Trentino nennt auf einer Seite noch 3.173 Meter, schreibt aber auf einer anderen, dass nach dem Abschmelzen des Gipfeleises der Tosa die neuesten Vermessungen der Cima Brenta mit 3.151 Metern den Vorrang geben. Die Karte dieser Seite, erstellt aus OpenStreetMap-Daten, zeigt dasselbe.
Die Cima Brenta bestiegen 1871 Freshfield und Tuckett, dessen Name an einer Hütte weiterlebt. Der Campanil Basso machte den Bergsteigern jahrzehntelang zu schaffen, bis zwei Innsbrucker, Ampferer und Berger, den Gipfel erreichten. Heute bietet das Trentiner Bergführerkollegium die Via delle Normali an, die in 6 Etappen 10 Gipfel der Gruppe verbindet.
Ausgangspunkte
Im Westen sind Madonna di Campiglio und Pinzolo die Ausgangsorte, im Osten Molveno an seinem See und Andalo; Visit Trentino nennt auch San Lorenzo in Banale. Von Campiglio fährt die Seilbahn zum Grostè-Pass, wo der Bocchette-Weg beginnt. Im Nonstal liegt der Tovelsee.
Wer ohne Klettersteig unterwegs ist, findet Wanderwege zwischen den Hütten der Gruppe, und der Dolomiti di Brenta Trek umrundet das ganze Massiv in mehreren Tagen. Den Überblick gibt der Ratgeber zu den Brenta-Dolomiten.
Der Bocchette-Weg und die Hütten
Der Tourismusverband Madonna di Campiglio beschreibt ihn als großes Netz gesicherter Steige über luftige Bänder, das das ganze Massiv abdeckt. Er quert die Gruppe von Nord nach Süd, immer über 2.000 Metern, in fünf oder mehr Tagen: vom Grostè der Benini-Steig, die Bocchette Alte bis zur Tuckett- und zur Alimonta-Hütte, dann die Bocchette Centrali unter dem Campanil Basso, die Tosa-Pedrotti-Hütte, der Brentari-Steig, die Agostini-Hütte, der Castiglioni-Steig, die Hütte Dodici Apostoli und die Brentei-Hütte.
Zu den Bergsteigern, die natürliche Durchgänge von Hütte zu Hütte suchten, gehörte laut Visit Trentino Bruno Detassis. Du brauchst Helm, Gurt und Klettersteigset: alles Weitere im Klettersteig-Ratgeber.
Naturpark, Geopark und UNESCO-Welterbe
Seit dem 26. Juni 2009 sind die Brenta-Dolomiten das Teilgebiet 9 des UNESCO-Welterbes Dolomiten: 11.135 Hektar. Sie liegen im Naturpark Adamello-Brenta, den die Provinz Trient mit dem Landesgesetz Nr. 18 von 1988 eingerichtet hat und der heute 620,50 Quadratkilometer umfasst, einschließlich Adamello und Presanella. Seit 2008 gehört der Park zum Netz der Geoparks, seit 2015 ist er UNESCO Global Geopark. Die Stiftung Dolomiten UNESCO nennt die Gruppe auch Brentagruppe.
Wanderungen in der Gruppe
Wanderung · Brenta-Dolomiten
Weg zu den Vallesinella-Wasserfällen von Madonna di Campiglio
2 h 30↑ 250 m5 km
Wanderung · Brenta-Dolomiten
Via delle Bocchette Centrali: der Symbol-Klettersteig der Brentagruppe
7 h↑ 850 m8 km
Hütten
Sehenswertes
Sehenswert · Brenta-Dolomiten
Molvenosee (Lago di Molveno)
Mehrfach zum schönsten See Italiens gekürt: türkisfarbenes Wasser, Wiesenstrände und die Brenta-Dolomiten, die sich im Wasser spiegeln, mit einer leichten Runde einmal ganz herum.
Sehenswert · Brenta-Dolomiten
Vallesinella-Wasserfälle (Cascate di Vallesinella)
Die Karstwasserfälle oberhalb von Madonna di Campiglio: drei Kaskaden im Buchen- und Fichtenwald, erreichbar mit einem leichten Spaziergang im Naturpark Adamello-Brenta.
Häufige Fragen
Welcher ist der höchste Gipfel der Brenta-Dolomiten?
Heute die Cima Brenta mit 3.151 Metern: Laut Visit Trentino geben ihr die neuesten Vermessungen nach dem Abschmelzen des Gipfeleises der Cima Tosa den Vorrang. Früher galt die Tosa als höchster Gipfel, und manche Seiten nennen für sie noch 3.173 Meter.
Gehören die Brenta-Dolomiten zu den Dolomiten?
Ja. Sie sind das Teilgebiet 9 des UNESCO-Welterbes Dolomiten, und die Stiftung Dolomiten UNESCO beschreibt sie als den westlichsten Teil der Dolomitenregion.
Wo beginnt der Bocchette-Weg?
Am Grostè-Pass, den man mit der Seilbahn von Madonna di Campiglio erreicht. Von dort quert der Weg die Gruppe nach Süden, in fünf oder mehr Tagen von Hütte zu Hütte.
Welche Hütten gibt es in den Brenta-Dolomiten?
Am Bocchette-Weg liegen die Tuckett-, Alimonta-, Tosa-Pedrotti-, Agostini-, Dodici-Apostoli- und Brentei-Hütte. Die Hütten mit eigener Seite auf dieser Website stehen weiter unten.
Wer hat den Campanil Basso zuerst bestiegen?
Zwei Innsbrucker Bergsteiger, Ampferer und Berger, so Visit Trentino. Jahrzehntelang hatte die Felsnadel selbst starken Bergsteigern zu schaffen gemacht.
Liegen die Brenta-Dolomiten in einem Naturpark?
Ja, im Naturpark Adamello-Brenta, der auch Adamello und Presanella umfasst und seit 2015 UNESCO Global Geopark ist.