Fast jeder kennt die Drei Zinnen von der Südseite: einfach und viel besucht, bis zur Rifugio Auronzo mit dem Auto erreichbar. Die Nordseite ist etwas völlig anderes. Wenn du vom Fischleintal oberhalb von Sexten aufsteigst, erheben sich die Große Zinne (2.999 Meter), die Westliche Zinne und die Kleine Zinne als drei dunkle, senkrechte Türme, und ihre Nordwände zählen zu den berühmtesten der Alpen, Schauplatz von Leistungen, die die Geschichte des Kletterns geprägt haben. Das ist die wildere Seite, die dir erst richtig klarmacht, wie gewaltig das Ganze ist.
Die klassische Route ist der Steig CAI 102, der am Talboden des Fischleintals beginnt, dem Bach folgt und felsiger wird, während er zur Dreizinnenhütte auf rund 2.450 Metern ansteigt. Das sind gute drei Stunden Gehzeit mit etwa 1.000 Höhenmetern, und von dort oben öffnet sich der eindrucksvollste Blick genau von vorn auf die drei Türme. Entlang des Weges und rund um die Hütte findest du noch Schützengräben, Stollen und Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg, denn hier verlief eine der höchsten und härtesten Frontlinien des gesamten Krieges. Brich früh auf, nimm feste Schuhe mit und zieh dich in Schichten an: Das Wetter schlägt hier oben schnell um.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zur Südseite?
Die Südseite ist mit dem Auto bis zur Rifugio Auronzo erreichbar und sehr stark besucht. Die Nordseite vom Fischleintal aus verlangt einen anstrengenderen Aufstieg zu Fuß über den Steig 102, belohnt dich aber mit dem frontalen, gewaltigsten Blick auf die Nordwände.
Gibt es Spuren des Ersten Weltkriegs?
Ja. Entlang des Weges zur Dreizinnenhütte und rund um die Gruppe kannst du noch Schützengräben, Stollen und Stellungen der Dolomitenfront des Ersten Weltkriegs sehen, die hier auf über 2.000 Metern durch den Fels verlief.