Ladinisches Dorf am Eingang zum Naturpark Fanes-Sennes-Prags, mit dem Kronplatz auf der einen und der Hochfläche der Sagen auf der anderen Seite.

Ein wenig Geschichte

St. Vigil in Enneberg, Al Plan de Mareo auf Ladinisch und San Vigilio di Marebbe auf Italienisch, liegt auf 1.201 Metern in einem Seitental des Gadertals. Es ist ein ladinisches Dorf, und die Sprache ist hier kein folkloristischer Rest: sie wird zu Hause, in der Schule und in den Ämtern gesprochen, und die Schilder sind dreisprachig.

Seine Lage ist eigen, denn sie schaut in zwei entgegengesetzte Richtungen. Auf der einen Seite der Kronplatz, der Berg der Bahnen, im Winter eines der größten Skigebiete Südtirols. Auf der anderen öffnet sich der Naturpark Fanes-Sennes-Prags, wo es keine Bahnen gibt und keine geben wird.

Über dem Dorf liegt die Hochfläche von Fanes, in der ladinischen Überlieferung der Ort des Fanes-Reiches: ein Sagenkreis mit einer Prinzessin, den Murmeltieren als verbündetem Volk und einem Reich, das versinkt. Es ist die am stärksten ausgebaute Mythologie des Alpenraums, und sie ist kein Prospektstoff: sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts gesammelt und aufgeschrieben, als sie noch mündlich weitergegeben wurde.

Für alle, die zu Fuß unterwegs sind, ist St. Vigil das Südtor des Parks. Von hier steigt man zu den Fanes-Seen und den Hütten der Hochfläche auf und erreicht die Wasserfälle, die ins Tal stürzen. Es ist ein weniger begangener Zugang als der von Prags, und wer ihn kennt, nimmt ihn genau deshalb.

Wie St. Vigil in Enneberg (San Vigilio di Marebbe) in eine Reise von drei, fünf oder sieben Tagen passt: Die Dolomiten in 3, 5 oder 7 Tagen: So planst du deine Reise.

Sehenswürdigkeiten

So erreichst du St. Vigil in Enneberg (San Vigilio di Marebbe)

Man verlässt die Brennerautobahn bei Brixen, fährt das Pustertal hinauf bis St. Lorenzen und nimmt dann die Straße nach St. Vigil. Mit dem Zug kommt man nach Bruneck an der Pustertalbahn und fährt mit dem Linienbus weiter. Von St. Vigil ist die Straße in den Park ab einem bestimmten Punkt für den Privatverkehr gesperrt: weiter geht es zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Shuttle.

Beste Reisezeit

Der Sommer ist die Zeit des Parks, mit Wegen nach Fanes von Juni bis Oktober und bewirtschafteten Almen. Der Winter gehört dem Kronplatz, mit Bahnen und Pisten. September ist der beste Monat für die Hochfläche: die Tage sind noch lang, das Vieh kommt herunter und das Licht auf den Weiden ist das richtige.

Häufige Fragen

Was kann man in St. Vigil in Enneberg sehen?

Die Hochfläche und die Seen von Fanes im Naturpark Fanes-Sennes-Prags, die Wasserfälle von Fanes auf einem kurzen Weg und den Kronplatz mit seinen Bahnen. Das Dorf ist ladinisch, und die Sprache hört man noch im Alltag.

Wie kommt man nach St. Vigil in Enneberg?

Man verlässt die Brennerautobahn bei Brixen, fährt das Pustertal hinauf bis St. Lorenzen und dann nach St. Vigil hinauf. Mit dem Zug kommt man nach Bruneck und fährt mit dem Linienbus weiter.

Was ist das Fanes-Reich?

Der Sagenkreis der Ladiner auf der Hochfläche von Fanes über dem Dorf: eine Prinzessin, die Murmeltiere als verbündetes Volk und ein Reich, das versinkt. Es ist die am stärksten ausgebaute Mythologie des Alpenraums, Ende des 19. Jahrhunderts gesammelt und aufgeschrieben, als sie noch mündlich weitergegeben wurde.

Kann man nach Fanes hinauffahren?

Nicht ganz hinauf. Von St. Vigil ist die Straße in den Park ab einem bestimmten Punkt für den Privatverkehr gesperrt: weiter geht es zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Shuttle. Das ist einer der Gründe, warum die Hochfläche weniger voll bleibt als andere Gebiete der Dolomiten.

Besser im Sommer oder im Winter?

Kommt darauf an, was du suchst. Im Sommer ist das Dorf das Südtor des Naturparks, mit Wegen nach Fanes von Juni bis Oktober. Im Winter ist es die Seite des Kronplatz, eines der größten Skigebiete Südtirols. September ist der beste Monat für die Hochfläche.