Der Rosengarten ist die Gruppe zwischen Fassatal, Eggental und Tierser Tal, an der Grenze zwischen Trentino und Südtirol. Italienisch heißt er Catinaccio, und seine Westseite sieht man sogar von Bozen aus.

Der höchste Gipfel ist der Kesselkogel (Catinaccio d’Antermoia): 3.002 Meter laut Naturpark, 3.004 laut Tourismusverein Eggental. Die bekanntesten Bilder sind die Vajolet-Türme und die Wände, die bei Sonnenuntergang rot werden, die Enrosadira.

Die Tierser Seite liegt im Naturpark Schlern-Rosengarten. Gipfel, Hütten und Touren der Gruppe stehen weiter unten.

Auf der Karte

Catinaccio d'Antermoia 3004Cima Catinaccio 2981Croda di Re Laurino 2813Roda di Vaèl 2806Torre Winkler 280012345678
WanderungHütteSehenswertesAuf der interaktiven Karte öffnen
  1. 1Vajolethütte und die Vajolettürme im Rosengarten
  2. 2Schlern-Besteigung zum Schlernhaus von der Seiser Alm
  3. 3Vajolethütte
  4. 4Schlernhaus (Rifugio Bolzano)
  5. 5Tierser-Alpl-Hütte
  6. 6Rosengarten
  7. 7Vajolettürme
  8. 8Schlern (Sciliar) und Rosszähne (Denti di Terrarossa)

Die bekanntesten Gipfel

  • Catinaccio d'Antermoia3.004 m
  • Cima Catinaccio2.981 m
  • Croda di Re Laurino2.813 m
  • Roda di Vaèl2.806 m
  • Torre Winkler2.800 m

Höhen aus der Karte (OpenStreetMap).

Wie der Rosengarten aufgebaut ist

Er ist ein langer, zerklüfteter Kamm aus Dolomit. Unter den Gipfeln, die an die 3.000 Meter heranreichen, nennt die Stiftung Dolomiten UNESCO den Kesselkogel, die Scalieretspitze, die Vajolet-Türme und die Rotwand.

Für die Stiftung ist er zusammen mit Schlern und Latemar eines von drei fossilen Atollen aus der Trias, die durch Erosion wieder zutage getreten sind, und seit dem 19. Jahrhundert eines der meistuntersuchten Gebiete für die Stratigraphie der Trias. Seit 2009 gehört er zum UNESCO-Welterbe, im Teilgebiet 7 mit 9.302 Hektar in den Provinzen Trient und Bozen.

Der Schlern: derselbe Park, eine eigene Gruppe

Der Schlern ist das Massiv mit dem flachen Dach neben der Seiser Alm, mit Santner und Euringer. Der höchste Punkt ist laut Tourismusverband Seiser Alm der Petz: 2.563 Meter.

Die Quellen sehen ihn als eigene Gruppe. Die UNESCO-Stiftung zählt drei Gruppen im Teilgebiet Schlern-Rosengarten, Latemar, die Tourismusverbände sprechen von zwei Massiven, und die Einteilung SOIUSA führt beide nebeneinander unter den Fassaner Dolomiten. Auf dieser Karte liegt der Schlern im Ausschnitt des Rosengartens: Deshalb stehen das Schlernhaus und der Weg auf den Schlern hier.

Der Naturpark verbindet beide. Am 16. September 1974 als Naturpark Schlern gegründet, der erste Südtirols, wurde er 2003 um den Rosengarten erweitert. Er umfasst 7.288 Hektar in den Gemeinden Kastelruth, Tiers und Völs am Schlern.

Ausgangspunkte

Im Fassatal ist Vigo di Fassa das Tor, mit der Seilbahn zum Ciampedìe, einer Terrasse auf 2.000 Metern. Von Pera di Fassa fahren die Sessellifte Vajolet und Pian Pecei, zur Gardeccia-Hütte kommt man mit dem Shuttlebus: Von Gardeccia und Pian Pecei beginnt der Aufstieg zu den Vajolethütten.

Im Eggental fährt seit Juni 2021 die Kabinenbahn König Laurin von Welschnofen aus zur Kölner Hütte auf 2.337 Metern. Im Süden trennt der Karerpass den Rosengarten vom Latemar, nahe am Karersee; im Winter liegt dort das Skigebiet Carezza.

Klettersteige, Türme und Erstbesteigungen

Laut Tourismusverein Eggental hat die Gruppe 500 Kilometer Wanderwege und 7 Klettersteige. Schwierigkeit und Ausrüstung stehen im Klettersteig-Ratgeber.

Visit Trentino erinnert an die Erstbesteigungen: den Kesselkogel 1872 durch die Engländer Charles Comyns-Tucker und Thomas Carson mit dem Fassaner Führer Luigi Bernard und die Rosengartenspitze am 31. August 1874 mit dem Bergführer François Dévouassoud aus Chamonix. Die Vajolet-Türme sind mit Georg Winkler und Tita Piaz verbunden.

Piaz, Bergführer aus dem Fassatal, baute neben der Vajolethütte die Hütte, die er seinem Freund Paul Preuss widmete. Der Ausbau, vom Ersten Weltkrieg unterbrochen, wurde 1925 fertig, und die Familie Piaz führt sie bis heute.

Enrosadira und König Laurin

Bei Sonnenuntergang färben sich die Wände rosa und rot: das Alpenglühen, hier Enrosadira genannt. In der Sage, wie Visit Trentino und der Tourismusverein Eggental sie erzählen, entführt Laurin, der König der Zwerge, die Prinzessin Simhild in sein Reich, wo er einen Rosengarten pflegt. Als Ritter kommen, um sie zu befreien, verwandelt er die Rosen in Fels, unsichtbar bei Tag und bei Nacht. Die Dämmerung aber vergisst er.

Du siehst das Glühen vom Ciampedìe, aus dem Fassatal oder von der Seiser Alm; Orte und Zeiten stehen im Ratgeber zu Sonnenauf- und -untergang.

Wanderungen in der Gruppe

Hütten

Sehenswertes

Der Rosengarten glüht rot im Sonnenuntergang, gesehen vom Schlernhaus

Sehenswert · Val di Fassa (Fassatal)

Rosengarten

Wenn die Sonne sinkt, färben sich die Wände des Rosengartens von Rosa zu feurigem Rot. Das ist die Enrosadira, das Phänomen, das die ladinische Sage an König Laurins verwunschenen Rosengarten knüpft.

Le Torri del Vajolet e il rifugio nel gruppo del Catinaccio

Sehenswert · Val di Fassa (Fassatal)

Vajolettürme

Drei nahezu senkrechte Felsnadeln im Herzen des Rosengartens, mit Hütten zu ihren Füßen, die Alpingeschichte geschrieben haben, in einem der spektakulärsten Felskessel des Val di Fassa.

In der Nähe

Orte im Kartenausschnitt der Gruppe, die näher an einer anderen Gruppe liegen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Rosengarten?

Der höchste Gipfel ist der Kesselkogel, italienisch Catinaccio d’Antermoia: 3.002 Meter laut Naturpark Schlern-Rosengarten, 3.004 laut Tourismusverein Eggental.

Gehört der Schlern zum Rosengarten?

Nein. Die Stiftung Dolomiten UNESCO und die Einteilung SOIUSA betrachten ihn als eigene Gruppe. Beide Massive liegen aber im selben Naturpark und im selben UNESCO-Teilgebiet.

Wie kommt man zu den Vajolet-Türmen?

Von Vigo di Fassa mit der Seilbahn zum Ciampedìe, von Pera di Fassa mit den Sesselliften bis Pian Pecei oder mit dem Shuttlebus zur Gardeccia-Hütte. Von Gardeccia und Pian Pecei geht es zu Fuß zur Preusshütte und zur Vajolethütte.

Wie heißt der Rosengarten auf Italienisch?

Catinaccio. Der Kesselkogel heißt Catinaccio d’Antermoia, die Vajolet-Türme Torri del Vajolet und die Rotwand Roda di Vaèl.

Was ist die Enrosadira am Rosengarten?

Die rosa und rote Farbe der Wände bei Sonnenuntergang. Die Sage erklärt sie mit König Laurins Garten, den ein Fluch bei Tag und bei Nacht in Stein verwandelte, aber nicht in der Dämmerung.

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