Das Val di Fassa ist kein einziges Skigebiet, sondern eine Reihe getrennter Skiareas, die der Skipass und die Skibusse zusammenhalten, nicht immer die Lifte. Diese Seite behandelt die drei im Talboden: Belvedere-Col Rodella über Canazei und Campitello, Buffaure-Ciampac zwischen Pozza und Alba, Catinaccio über Vigo und Pera.

Die drei anderen Skiareas, die der Tourismusverband unter Val di Fassa führt, stehen nicht auf dieser Seite: Carezza hat eine eigene Seite, Moena-Alpe Lusia und Passo San Pellegrino-Falcade gehören zu einer anderen Zone von Dolomiti Superski.

Von Canazei und Campitello beginnt die Sellaronda, vom Ciampedìe fährst du den Vajolet-Türmen entgegen. Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus offiziellen Quellen, gelesen am 7. Oktober 2026. Wo sie sich widersprechen, sagen wir es.

Zahlen und Höhenlage

Der Tourismusverband veröffentlicht die Daten Skiarea für Skiarea. Die drei dieser Seite ergeben 68 Pistenkilometer und 41 Lifte: Belvedere-Col Rodella 31 km und 23 Lifte, Buffaure-Ciampac 23 km und 12 Lifte, Catinaccio 14 km und 6 Lifte. Das ganze Tal kommt mit allen sechs Skiareas auf 190 km und 77 Lifte.

Achte darauf, wie die Zahl für Belvedere-Col Rodella zustande kommt: Die Liste von fassa.com enthält auch die Anlagen am Sellajoch und am Pordoijoch sowie die ersten Abschnitte auf der Arabba-Seite (Lezuo, Fodom, Maria). Das sind die Lifte für die Sellaronda, nicht Pisten, die im Val di Fassa bleiben.

Dolomiti Superski zählt die Zone anders: 49 Anlagen und 110 km für das ganze Gebiet Val di Fassa/Carezza. Diese Werte liegen unter der Summe der Talwebsites, und der Verbund sagt nicht, was er auslässt. Die Höhenlage reicht von 1.320 m in Pozza, der tiefsten Talstation der drei Skiareas, bis zu den 2.950 m des Sass Pordoi, wo die Seilbahn vom Pordoijoch ankommt: Von dort oben führt keine präparierte Piste hinunter, die Abfahrten beginnen tiefer.

  • Belvedere - Col Rodella (Canazei, Campitello): 31 km, 23 Lifte, 30 Pisten
  • Buffaure - Ciampac (Pozza, Alba): 23 km, 12 Lifte, 17 Pisten
  • Catinaccio (Vigo, Pera): 14 km, 6 Lifte, 9 Pisten
  • Tiefster Punkt: Pozza di Fassa, 1.320 m. Höchster: Sass Pordoi, 2.950 m
  • Saison 2026/27: 4. Dezember 2026 bis 4. April 2027, für alle sechs Skiareas gleich

Die drei Skiareas, eine nach der anderen

Belvedere-Col Rodella ist die größte und die belebteste. Von Canazei fährt die Kabinenbahn nach Pecol, von Campitello die 3S-Bahn auf den Col Rodella auf 2.480 m; die beiden Seiten treffen sich in Pian Frataces. Die Pisten sind breit und meist mittelschwer, mit langen Abfahrten bis in die Orte. Vom Pordoijoch bringt die Seilbahn auf den Sass Pordoi, der als Aussichtspunkt zählt und im Ticket Lift & Walk für Nichtskifahrer enthalten ist (55 Euro für Erwachsene, 30 für die Jahrgänge ab 2008, mit Transfer von Pecol zum Joch, Buchung bis 10.30 Uhr).

Buffaure-Ciampac verbindet zwei Kessel. Von Pozza fährt die Kabinenbahn auf den Buffaure, von dort geht es durch das Val Jumela bis Sela Brunéch; über den Sattel kommst du in den Ciampac, die Mulde über Alba im Schutz des Colac. An beiden Enden führen die schwarzen Pisten Vulcano und Ciampac-Alba direkt in den Ort zurück. Von Alba hängt die Seilbahn zum Col dei Rossi die Skiarea ans Belvedere an, und das ist von dieser Talseite der direkteste Weg in die Sellaronda.

Catinaccio ist die kompakteste und die beste für Leute, die wenig fahren: neun Pisten, fünf davon leicht. Aus dem Zentrum von Vigo fährt die Seilbahn auf das Ciampedìe auf 2.000 m, von Pera kommst du mit den Vajolet-Sesselliften hinauf. Höchster Punkt ist Pra Martin, von dort führt die Thöni 4,5 km bis nach Vigo. Am Ciampedìe gibt es einen Kinderpark und einen Übungshang mit eigenem Sessellift, abseits der Hauptpisten.

Schwierigkeit, schwarze Pisten und Übungshänge

In den fünf Orten dieser Seite führt Dolomiti Superski 52 bewertete Pisten: 13 leichte, 32 mittelschwere, 7 schwere. Ein Gebiet für mittlere Fahrer, mit wenigen, aber echten schwarzen Pisten.

Die schwarzen sind Il Muro und Diego am Belvedere, Ciampac-Alba und die Variante Sella Brunech am Ciampac, Vulcano und Aloch in Pozza, Alberto Tomba am Catinaccio. Die Aloch ist das Skistadium, auf dem die italienische Nationalmannschaft trainiert: Der Sessellift Pozza-Aloch öffnet tagsüber nur für Trainings, und in der letzten Saison war der Nachtbetrieb der Piste ausgesetzt. Die Alberto Tomba ist knapp ein Kilometer nur für erfahrene Fahrer, benannt nach dem Champion, der im Val di Fassa für den Weltcup trainierte.

Die längste Piste ist die Buffaure Panorama mit 5,1 km, als mittelschwer eingestuft. Für die ersten Skitage gibt es den Übungshang am Ciampedìe, die Förderbänder und den Sessellift Buffaure di sotto in Pozza (mit eigenem Anfängertagesticket für Kabinenbahn, Sessellift und Bänder), den Übungshang Delle Baite am Ciampac und den Family Park in Canazei.

Sellaronda und die anderen Runden

Das Val di Fassa ist einer der vier Einstiege in die Sellaronda: 26 Pistenkilometer um den Sellastock, vier Pässe (Pordoi, Sella, Gardena, Campolongo), vier Täler und drei Provinzen. Du steigst am Belvedere über das Pordoijoch ein oder am Col Rodella über Campitello Richtung Sellajoch. Im Uhrzeigersinn folgst du den orangen Schildern, gegen den Uhrzeigersinn den grünen. Du brauchst den Skipass Dolomiti Superski; Route, Zeiten und die Wahl der Richtung stehen in unserem Sellaronda-Guide.

Dolomiti Superski bietet zwei weitere Runden, die dieses Gebiet berühren: die Panorama Skitour, die die Fassa-Skiareas untereinander verbindet, und die Rosengarten Ronda auf der Catinaccio-Seite Richtung Carezza. Der Verbund öffnet sie später als die Sellaronda und schließt sie beim ersten starken Wind: Die Gebietsseite zeigt den Status in Echtzeit, Runde für Runde und Richtung für Richtung.

Von Alba geht es auch zur Marmolada, über Arabba und das Fedaiajoch. Der Vergleich der zwölf Zonen des Verbunds steht im Guide zu den Skigebieten der Dolomiten.

Anreise, Parken und Skibus

Von Süden fährst du bei Egna-Ora von der Brennerautobahn ab und das Val di Fiemme hinauf; von Norden kommst du von Bozen über den Karerpass oder von Waidbruck über das Sellajoch. Im Tal liegen die vier Orte dieser Seite der Reihe nach an der Staatsstraße, und jeder hat seine eigene Talstation.

Eine Parkplatzliste mit Kapazitäten veröffentlicht der Tourismusverband nicht, aber auf jeder Skiarea-Seite steht eine Live-Tabelle mit der geschätzten Wartezeit am Lift, der Wartezeit an den Kassen und der Parkplatzverfügbarkeit, Anlage für Anlage. An Wochenenden im Januar und Februar ist das die Sache, die man vor der Abfahrt anschaut.

Die Alternative zum Auto ist der Skibus, kostenpflichtig, von Dezember bis zum Saisonende. Die veröffentlichten Preise (die des Winters 2025/26) sind 4 Euro für einen Tag, 10 für drei, 20 für sieben und 70 für die Saison; mit der Val di Fassa Guest Card sinken sie auf 2, 5, 9 und 30. Kinder bis 12 Jahre, geschützte Kategorien und Hunde fahren gratis. Ermäßigte Tickets gibt es in den Tourismusbüros und in den Mitgliedsbetrieben; im Bus, an den Haltestellen und online nur den Normalpreis, und im Bus wird kontrolliert. Die Guest Card ist für Gäste der Mitgliedsbetriebe kostenlos.

Skipass, Helm und Versicherung

Die Tageskarte Val di Fassa gilt auf allen Anlagen des Konsortiums Val di Fassa und Carezza; nur Vigo-Catinaccio und Carezza bieten zusätzlich eine Tageskarte für ihr eigenes Gebiet. Vormittags- und Nachmittagskarten gibt es, aber nur für ein einzelnes Skiarea-Paar (Belvedere+Col Rodella oder Buffaure+Ciampac). Um das Tal zu verlassen, brauchst du den Skipass Dolomiti Superski; die Übersicht steht in unserem Skipass-Guide.

Ein Hinweis zu den Preisen: Am 7. Oktober 2026 war das Tarifdokument, das von den Skiarea-Seiten verlinkt ist, noch das vom Winter 2024/25. Für aktuelle Zahlen schaust du besser in die Preisliste von Dolomiti Superski oder fragst an den Kassen. Jede Skiarea wird von einer anderen Gesellschaft betrieben, mit eigener Telefonnummer: Belvedere, Col Rodella und Alba-Col dei Rossi gemeinsam, dann Ciampac, Buffaure und Vigo-Ciampedìe jeweils für sich.

Zwei Pflichten gelten auf allen Pisten: Helm für alle, in jedem Alter, seit der Saison 2025/26, und eine Haftpflichtversicherung für Schäden an Dritten, seit dem 1. Januar 2022 Pflicht und nicht im Skipass enthalten. Wer in den vergangenen Jahren Talskipässe gekauft hat, findet mehr zu den Rückerstattungen nach dem Verfahren der Wettbewerbsbehörde: Die Maßnahmen starten am 15. Oktober 2026 und betreffen Käufer des Talskipasses.

Häufige Fragen

Wie viele Pistenkilometer hat das Val di Fassa?

Die drei Skiareas im Talboden (Belvedere-Col Rodella, Buffaure-Ciampac, Catinaccio) ergeben laut Tourismusverband 68 Pistenkilometer und 41 Lifte. Zählt man alle sechs Skiareas, die das Tal führt, also auch Carezza, Moena-Alpe Lusia und San Pellegrino-Falcade, kommt man auf 190 km und 77 Lifte.

Wann beginnt die Saison 2026/27 im Val di Fassa?

Vom 4. Dezember 2026 bis 4. April 2027. Die Daten gelten für alle sechs Skiareas des Tals und stimmen mit denen überein, die Dolomiti Superski für die Zone Val di Fassa/Carezza und für die Sellaronda nennt.

Wo steigt man im Val di Fassa in die Sellaronda ein?

Am Belvedere, von Canazei aus über das Pordoijoch, oder am Col Rodella über Campitello Richtung Sellajoch. Von Alba erreichst du das Belvedere mit der Seilbahn zum Col dei Rossi. In jedem Fall brauchst du den Skipass Dolomiti Superski, nicht den Talskipass.

Sind die Skiareas im Val di Fassa auf Ski verbunden?

Nur teilweise. Buffaure und Ciampac sind in der Höhe über das Val Jumela verbunden, und vom Ciampac kommst du mit der Seilbahn von Alba ans Belvedere. Das Catinaccio über Vigo hängt dagegen nicht an den anderen: Dorthin fährst du mit dem Auto oder dem Skibus.

Welche schwarzen Pisten gibt es im Val di Fassa?

Sieben, laut Liste von Dolomiti Superski: Il Muro und Diego am Belvedere, Ciampac-Alba und die Variante Sella Brunech am Ciampac, Vulcano und Aloch in Pozza, Alberto Tomba am Catinaccio. Die Aloch ist das Skistadium der italienischen Nationalmannschaft und öffnet tagsüber nur für Trainings.

Ist das Val di Fassa gut zum Skifahrenlernen?

Ja, wenn du weißt, wohin. Die Skiarea Catinaccio hat neun Pisten, davon fünf leichte, einen Übungshang mit eigenem Sessellift und den Kinderpark am Ciampedìe. In Pozza hat der Buffaure Förderbänder und einen Anfängersessellift mit eigenem Tagesticket. Das Belvedere besteht dagegen überwiegend aus mittelschweren Pisten.

Wo parkt man zum Skifahren im Val di Fassa?

Eine Parkplatzliste mit Kapazitäten veröffentlicht der Tourismusverband nicht, aber jede Skiarea-Seite zeigt die Parkplatzverfügbarkeit und die geschätzte Wartezeit an Liften und Kassen in Echtzeit. Die Alternative ist der Skibus, kostenpflichtig, mit ermäßigten Preisen für Inhaber der Val di Fassa Guest Card.