Die Cristallogruppe liegt zwischen dem Talkessel von Cortina, Misurina und dem Höhlensteintal. Ihr Hauptgipfel, der Monte Cristallo, ist 3.221 Meter hoch. Laut dem Naturpark Ampezzaner Dolomiten hat die Gruppe vier Gipfel über 3.000 Meter: neben dem Cristallo den Cristallo di Mezzo, 3.154, den Piz Popena, 3.152, und den Cristallino, 3.008.

Über das Massiv verlief die Front des Ersten Weltkriegs, und ihre Spuren sieht man noch am Klettersteig Ivano Dibona, dem bekanntesten der Gruppe.

Auf der Karte

Monte Cristallo 3221Piz Popena 3153Cristallo di Mezzo 3150Cristallino d'Ampezzo 300812
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  1. 1Monte Piana: Freilichtmuseum des Ersten Weltkriegs
  2. 2Monte Piana und das Freilichtmuseum des Ersten Weltkriegs

Die bekanntesten Gipfel

  • Monte Cristallo3.221 m
  • Piz Popena3.153 m
  • Cristallo di Mezzo3.150 m
  • Cristallino d'Ampezzo3.008 m

Höhen aus der Karte (OpenStreetMap).

Wie die Gruppe aufgebaut ist

Für die Stiftung Dolomiten UNESCO ist der Cristallo einer der vier Bereiche des Teilgebiets Nördliche Dolomiten; das Val d'Ansiei trennt ihn von den Cadini und den Sextner Dolomiten. Seine Bollwerke aus Hauptdolomit haben prismenartige Formen, die den Klüften im Fels folgen, und am Fuß der Wände breiten sich Schutthalden und Schuttkegel aus.

Der Naturpark Ampezzaner Dolomiten beschreibt stark zerklüfteten, brüchigen Fels. Die Täler der Nordseite, etwa das obere Val Popena, sind von Verwerfungen durchzogen, und bei Sommergewittern gehen Murenabgänge nieder. Dieselben Hänge sind sehr lawinengefährdet, und einige hoch gelegene Schneefelder halten sich auch im Sommer. Richtung Cortina trennt das Val Padeon den Cristallo vom Pomagagnon.

Aussichtspunkte und Anreise

Vom Dürrensee auf 1.406 Metern im Höhlensteintal reicht der Blick bis zur Cristallogruppe, schreibt die Tourismusorganisation 3 Zinnen Dolomiten: Das ist der Blick auf dem Foto oben. Der Cristallo spiegelt sich auch im Misurinasee, und vom Col de Varda oberhalb von Misurina siehst du ihn zusammen mit den Sextner Dolomiten und den Cadini.

Der Gemärk-Pass am Ende des Höhlensteintals liegt auf einer Ebene, die dort entstanden ist, wo zwei Schwemmkegel aufeinandertreffen, einer vom Cristallo und einer von der Hohen Gaisl, erklärt der Naturpark Ampezzaner Dolomiten.

Auf der Seite von Cortina nennt das Tourismusbüro für die Klettersteige Rio Gere an der Straße zum Passo Tre Croci, mit einem großen Parkplatz, und den Sessellift zum Rifugio Son Forca: Prüfe vor dem Aufbruch die Sommer-Öffnungszeiten der Lifte.

Die Klettersteige Ivano Dibona und Marino Bianchi

Der Klettersteig Ivano Dibona durchquert die ganze Gruppe. Das Tourismusbüro von Cortina stuft ihn für Erfahrene ein und rechnet mit 9 Stunden, 1.300 Höhenmetern im Aufstieg und 1.720 im Abstieg. Von Son Forca geht es über eine steile Schutthalde, 900 Höhenmeter, zur Forcella Staunies hinter dem historischen, heute geschlossenen Rifugio Lorenzi. Gleich danach kommt der Ponte Cristallo, eine 30 Meter lange Hängebrücke. Die Überschreitung führt am Biwak Buffa di Perrero auf der Forcella Padeon, 2.760 Meter, vorbei und steigt nach Ospitale ab.

Der Klettersteig Marino Bianchi, ebenfalls für Erfahrene, beginnt an derselben Scharte und führt über den Grat auf den Cristallo di Mezzo, 3.154 Meter: 5 Stunden, 1.000 Höhenmeter, Rückweg auf derselben Route. In dieser Höhe, warnt Cortina, kann man auf Schnee und Eis treffen. Ausrüstung und Tipps stehen in unserem Klettersteig-Ratgeber.

Der Erste Weltkrieg am Cristallo

Der Cristallo lag in der italienischen Linie. Schon im Mai 1915 besetzten die Italiener die Ost-, West- und Südgrate; die Österreicher hielten die Kämme nahe der Staatsstraße 51, den Forame, die Costabella-Kette und den Monte Fumo (Rauchkofel) und gruben Schützengräben bis zum Monte Piana, berichtet das Tourismusbüro von Cortina.

Am Klettersteig Dibona sieht man Baracken, Stollen und Biwaks. Das Biwak Buffa di Perrero ist eine Kaserne von 1915, 2022 restauriert und nach Oberst Carlo Buffa di Perrero benannt, der die Einsätze an diesem Frontabschnitt leitete. Der Monte Forame an der Nordwestseite birgt viele österreichisch-ungarische Reste, wird aber wenig besucht, weil er schwer erreichbar ist.

Gleich nördlich von Misurina ist der Monte Piana ein Freilichtmuseum des Krieges, laut dem Tourismuskonsortium von Auronzo und Misurina auch mit einem Shuttle erreichbar.

Namen, Naturpark und UNESCO-Welterbe

Auf Italienisch sagt man Monte Cristallo oder einfach Cristallo; die Tourismusorganisation 3 Zinnen Dolomiten schreibt auf Deutsch Cristallogruppe.

Die Ampezzaner Seite liegt im Naturpark Ampezzaner Dolomiten, zusammen mit Tofana, Cime di Fanes, Col Bechei und Hoher Gaisl. Die Gruppe gehört zu den Nördlichen Dolomiten, dem größten der neun Teilgebiete des UNESCO-Welterbes, die unsere Seite zum UNESCO-Welterbe Dolomiten erklärt.

Wanderungen in der Gruppe

Sehenswertes

In der Nähe

Orte im Kartenausschnitt der Gruppe, die näher an einer anderen Gruppe liegen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Monte Cristallo?

3.221 Meter. Die Gruppe hat drei weitere Gipfel über 3.000 Meter: den Cristallo di Mezzo, 3.154, den Piz Popena, 3.152, und den Cristallino, 3.008. So gibt es der Naturpark Ampezzaner Dolomiten an.

Wie ist der Klettersteig Ivano Dibona?

Eine Überschreitung für Erfahrene: Das Tourismusbüro von Cortina rechnet mit 9 Stunden, 1.300 Höhenmetern im Aufstieg und 1.720 im Abstieg. Start ist am Rifugio Son Forca, dann geht es zur Forcella Staunies und schließlich nach Ospitale, über die 30 Meter lange Hängebrücke und am Biwak Buffa di Perrero vorbei.

Wo parkt man für die Klettersteige am Cristallo?

In Rio Gere an der Straße von Cortina zum Passo Tre Croci, wo das Tourismusbüro einen großen Parkplatz angibt. Von dort führt der Sessellift zum Rifugio Son Forca, dem Ausgangspunkt der Klettersteige Dibona und Marino Bianchi.

Gibt es am Cristallo noch einen Gletscher?

Ja. Der Naturpark Ampezzaner Dolomiten zählt ihn zu den beiden Ampezzaner Gletschern mit noch erkennbarer, nicht schuttbedeckter Eismasse; der größte Teil liegt allerdings auf dem Gebiet von Auronzo.

Gibt es am Cristallo Spuren des Ersten Weltkriegs?

Ja. Das Massiv lag in der italienischen Linie, und am Klettersteig Dibona sieht man Baracken, Stollen und Biwaks. Der Monte Forame an der Nordwestseite birgt österreichisch-ungarische Reste.

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