Die Geisler sind die Krone aus Felsnadeln, die Villnöss von Gröden trennt. Der ladinische Name Odles bedeutet Nadeln, und die höchsten Gipfel, Sass Rigais und Furchetta, sind laut Tourismusverband Villnöss beide 3.025 Meter hoch.
Die Gruppe liegt im Naturpark Puez-Geisler und im Teilgebiet Puez-Geisler des UNESCO-Welterbes. Von Villnöss aus siehst du die Nordwände, mit der Kirche von St. Magdalena davor; von Gröden aus fährst du mit den Bahnen auf die Seceda und den Col Raiser und siehst sie von Süden.
Hier erfährst du, wie die Gruppe aufgebaut ist, von wo du sie siehst und wie du hinkommst, was du unternehmen kannst und ihre Geschichte. Die Gipfel mit ihren Höhen, die Hütten, die Touren und die Sehenswürdigkeiten dieser Website stehen weiter unten, mit der Karte.
Auf der Karte

- 1Seceda-Runde von St. Ulrich: der Balkon über der Geislergruppe
- 2Adolf-Munkel-Weg: Wandern am Fuß der Geisler
- 3Schneeschuhwandern im Langental: das verschneite Tal in Gröden
- 4Col Raiser und Regensburger Hütte: Trekking am Fuß der Geisler
- 5Glatschalm
- 6Regensburger Hütte (Rifugio Firenze)
- 7Seceda
- 8Langental (Vallunga)
- 9Ortskern von St. Ulrich und Grödner Schnitzkunst
- 10Adolf-Munkel-Weg
- 11Aussichtspunkt St. Magdalena
- 12Glatschalm und die Almen von Puez-Geisler
- 13St. Johann in Ranui
- 14St. Ulrich, Tor zur Seceda und zur Seiser Alm
Die bekanntesten Gipfel
- Sass Rigais3.025 m
- Furchetta3.025 m
- Sas dla Porta2.967 m
- Grande Fermeda2.873 m
- Monte Seceda2.519 m
Höhen aus der Karte (OpenStreetMap).
Der Aufbau: Reihen von Felsnadeln
Die Stiftung Dolomiten UNESCO unterscheidet zwei Massive: die Geisler-Gruppe, in der der Sass Rigais dominiert, und die Aferer Geisler mit dem benachbarten Peitlerkofel. Die Formen haben eine geologische Erklärung: Die Türme folgen dem regelmäßigen Raster der Klüfte, die den Fels durchziehen, und die von Nordost nach Südwest verlaufenden Störungen geben sogar dem Villnösstal die Richtung.
Auf der Grödner Seite fallen die Wände auf die Grashochflächen der Seceda und der Cisles-Alm ab, wo die Regensburger Hütte steht. Auf der Villnösser Seite stürzen die Nordwände auf Wälder und Almweiden.
Von wo du sie siehst und wie du hinkommst
In Villnöss ist St. Magdalena auf 1.339 Metern der Ausgangspunkt: Die Kirche vor den Geislern ist ein Bild, das der Tourismusverband weltberühmt nennt. In der Nähe steht die Kirche St. Johann in Ranui, allein vor den Gipfeln, und in St. Magdalena liegt das Naturparkhaus. Weiter hinten im Tal, bei Zans, beginnt der Adolf-Munkel-Weg, der unter den Nordwänden entlangführt.
In Gröden fahren von St. Ulrich die Bahnen auf die Seceda. Von St. Christina bringt dich die Umlaufbahn auf den Col Raiser, laut Südtiroler Tourismusorganisation auf 2.107 Metern, und von dort ist die Regensburger Hütte ein kurzer Weg über die Wiesen.
Was du tun kannst: Wege und Klettersteig
Die einfachsten Touren liegen auf der Grödner Seite: die Seceda-Runde und der Weg vom Col Raiser zur Regensburger Hütte. Der Adolf-Munkel-Weg auf der Villnösser Seite ist leicht, aber lang.
Auf den Sass Rigais führt ein Klettersteig. Die Tour von Gröden beginnt am Col Raiser, führt an der Regensburger Hütte vorbei und durch das Val dla Salieries zum Einstieg zwischen Furchetta und Sass Rigais: 1.105 Höhenmeter und 6 Stunden 30 Gehzeit, mittelschwer. Wenn dir Klettersteige neu sind, beginne mit unserem Beitrag zu den Klettersteigen.
Geschichte: Reinhold Messners erste Touren
Laut Tourismusverband Villnöss zogen die Geislerwände schon im 19. Jahrhundert Kletterer an. Es ist auch das Tal, in dem Reinhold Messner aufwuchs: Er verbrachte seine Kindheit in St. Peter, wo sein Vater Dorflehrer war, und bestieg mit ihm im Alter von fünf Jahren den Sass Rigais. Die Stiftung Dolomiten UNESCO schreibt, dass hier seine Laufbahn begann. Heute ist er Ehrenbürger des Tals.
Namen, Naturpark und UNESCO-Welterbe
Auf Ladinisch heißen die Gipfel Odles, auf Italienisch Odle, und die Gruppe Gruppo delle Odle. Der Naturpark Puez-Geisler wurde 1978 ausgewiesen, ist 10.729 Hektar groß und reicht vom Würzjoch bis zum Grödner Joch.
Das Teilgebiet Puez-Geisler der Dolomiten UNESCO, 7.930 Hektar, liegt zur Gänze im Naturpark. Die Stiftung beschreibt es wie ein Geologiebuch: Hier zeigt sich fast vollständig und wenig verformt die Gesteinsabfolge der Dolomiten vom Perm bis zur Kreide.
Wanderungen in der Gruppe
Wanderung · Gröden (Val Gardena)
Seceda-Runde von St. Ulrich: der Balkon über der Geislergruppe
3 h↑ 350 m8 km
Wanderung · Gröden (Val Gardena)
Schneeschuhwandern im Langental: das verschneite Tal in Gröden
2 h 30↑ 150 m7 km
Wanderung · Gröden (Val Gardena)
Col Raiser und Regensburger Hütte: Trekking am Fuß der Geisler
2 h 30↑ 300 m8 km
Hütten
Sehenswertes
Sehenswert · Gröden (Val Gardena)
Seceda
Der meistfotografierte Grat der Dolomiten: die Geisler-Spitzen, die sich über dem Seceda-Plateau erheben, nur Minuten von der Bergstation oberhalb von St. Ulrich entfernt.
Sehenswert · Gröden (Val Gardena)
Langental (Vallunga)
Ein weites, fast ebenes Tal hinter Wolkenstein, der Zugang zum Naturpark Puez-Geisler und die ideale Wanderung, wenn du die Dolomiten ohne harte Plackerei willst.
Sehenswert · Gröden (Val Gardena)
Ortskern von St. Ulrich und Grödner Schnitzkunst
Das Fußgängerherz von Gröden, wo ladinische Kultur und eine jahrhundertealte Schnitztradition unter den Lauben, in den Geschäften und in den Cafés zusammentreffen.
Sehenswert · Villnöss (Val di Funes)
Adolf-Munkel-Weg
Der Vorzeigeweg des Villnößtals: eine leichte Runde unter den Nordwänden der Geisler, durch Wälder, Lichtungen und an Höfen vorbei, wo du einkehren kannst.
Sehenswert · Villnöss (Val di Funes)
Aussichtspunkt St. Magdalena
Der Aussichtspunkt hinter der berühmtesten Postkarte des Villnößtals: das Dorf und seine Kirche in den Wiesen, mit dem langen Bogen der Geisler, der den Horizont abschließt.
Sehenswert · Villnöss (Val di Funes)
Glatschalm und die Almen von Puez-Geisler
Eine Alm auf fast 1.900 Metern am Fuß der Geisler, erreichbar auf einer sanften Wanderung durch den Wald: eine schöne leichte Tour und eine feine Einkehr für lokale Küche.
Sehenswert · Villnöss (Val di Funes)
St. Johann in Ranui
Die kleine Barockkirche mit den Geislerspitzen im Rücken: eine der meistfotografierten Ansichten der Dolomiten.
Sehenswert · Gröden (Val Gardena)
St. Ulrich, Tor zur Seceda und zur Seiser Alm
Der Hauptort des Grödnertals: eine Fußgängerzone, Schnitzwerkstätten und die Bahnen, die dich in Minuten hinauf zur Seceda und zur Seiser Alm bringen.
In der Nähe
Orte im Kartenausschnitt der Gruppe, die näher an einer anderen Gruppe liegen.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die Geisler?
Die höchsten Gipfel sind Sass Rigais und Furchetta, laut Tourismusverband Villnöss beide 3.025 Meter hoch.
Von wo sieht man die Geisler mit dem Kirchlein?
Von St. Magdalena in Villnöss, auf 1.339 Metern: Die Kirche vor den Geislern ist ein Bild, das der Tourismusverband weltberühmt nennt. In der Nähe steht die Kirche St. Johann in Ranui, allein vor den Gipfeln. Der Aussichtspunkt hat eine eigene Seite.
Wie kommt man auf die Seceda?
Von St. Ulrich in Gröden mit den Bahnen, die auf die Seceda fahren. Von der Bergstation startet die Seceda-Runde, mit Blick auf die Südseite der Geisler.
Kann man den Sass Rigais besteigen?
Ja, über einen Klettersteig, und es ist ein langer Tag. Die Tour von Gröden beginnt am Col Raiser und hat 1.105 Höhenmeter und 6 Stunden 30 Gehzeit. Du brauchst Klettersteigausrüstung und Erfahrung.
Liegen die Geisler in einem Naturpark?
Ja, im Naturpark Puez-Geisler, 10.729 Hektar, ausgewiesen 1978. Das Naturparkhaus steht in St. Magdalena in Villnöss.
Gehören die Geisler zum UNESCO-Welterbe?
Ja, sie gehören zum Teilgebiet 6, Puez-Geisler, einem der neun Teilgebiete der Dolomiten UNESCO. Es ist 7.930 Hektar groß und liegt zur Gänze im Naturpark.