Der Langkofel ist der Hausberg von Gröden. Sein Hauptgipfel, 3.181 Meter, gibt einer Gruppe den Namen, die der Tourismusverband des Tals so abgrenzt: im Osten die Sella, im Süden das Fassatal und das Durontal, im Westen die Seiser Alm, im Norden Gröden.
Der Name beschreibt die Form: Langkofel bedeutet so viel wie langer Berg, und das italienische Sassolungo und das ladinische Saslonch sagen dasselbe. Neben dem Hauptgipfel stehen die Grohmannspitze, die Fünffingerspitze und, zur Seiser Alm hin, der Plattkofel mit seiner schrägen Flanke.
Die Gipfel mit ihren Höhen, die Hütten, die Touren und die Pässe dieser Website stehen weiter unten, mit der Karte.
Auf der Karte

- 1Langkofelrunde vom Sellajoch: die Runde um den Riesen
- 2Rundweg über die Seiser Alm: endlose Wiesen unter dem Schlern
- 3Langkofelrunde (Giro del Sassolungo)
- 4Wiesen und Almen der Seiser Alm
- 5Langkofel (Sassolungo) und Rosengarten (Catinaccio)
Die bekanntesten Gipfel
- Sassolungo3.181 m
- Punta Grohmann3.114 m
- Punta delle Cinque Dita2.997 m
- Sasso Piatto2.958 m
Höhen aus der Karte (OpenStreetMap).
Der Aufbau: ein uraltes Riff
Der Tourismusverband Gröden beschreibt den Langkofel als fossiles Riff. In der Mitteltrias lag diese Gegend unter einem tropischen Ozean, der Tethys: Kalkalgen, Schwämme und Korallen bauten Riffe von bis zu 800 Metern Höhe, und der Langkofel war eines davon, ringförmig. Der Plattkofel ist die ursprüngliche, schräge Flanke des Riffs, bis heute erhalten.
Die Stiftung Dolomiten UNESCO ergänzt, dass Langkofel und Sella Inseln der Trias waren und Grödner Joch und Sellajoch Meeresarme. Heute führt zwischen den beiden Gruppen die Straße über das Sellajoch.
Von wo du ihn siehst und wie du hinkommst
Von der Seiser Alm aus siehst du Langkofel und Plattkofel nebeneinander über den Wiesen. Oben ist die Straße nach Compatsch für Privatautos von 9 bis 17 Uhr gesperrt, solange die Seilbahn fährt, und seit dem 29. Juni 2026 sind die Parkplätze auf der Alm nur mit Reservierung nutzbar: die Regeln stehen in unserem Beitrag zur Seiser Alm.
Ausgangspunkt für die Gruppe ist das Sellajoch zwischen Wolkenstein und Canazei, auf der Grenze zwischen Bozen und Trient. Vom Joch fährt die Stehgondelbahn zur Langkofelscharte, deren Bergstation auf 2.685 Metern liegt: Laut Tourismusverband Gröden begann der Bau 1957, eröffnet wurde sie zwei Jahre später. Heute fährt sie nur im Sommer, 2026 vom 30. Mai bis 11. Oktober.
Der Parkplatz am Joch ist gebührenpflichtig und im Sommer oft schon am Vormittag voll: wie oft, zeigt der Kasten weiter unten, und Tarife und Alternativen stehen in unserem Beitrag zum Parken am Sellajoch.
Was du tun kannst: die Runde, der Gipfel, die Routen
Für Wanderer ist die Langkofelumrundung der Klassiker, die Runde ab dem Sellajoch über die Langkofelscharte rund um den Langkofel; mit der Stehgondelbahn sparst du dir den ersten Anstieg. Das Fassatal nennt vom Joch aus auch eine zweite Runde, um den Plattkofel.
Der Gipfel ist etwas anderes. Der Normalweg, schreibt der Tourismusverband Gröden, führt über die Südwestwand und den Grat, ist lang und anspruchsvoll und hat über 1.000 Höhenmeter. Zusammen mit dem Pichl-Weg über die Nordkante ist er der beliebteste Anstieg für alle, die oben stehen wollen. Unter dem Gipfel, auf 3.100 Metern, steht seit 1935 das Biwak Giuliani, laut Tourismusverband das erste Biwak der Dolomiten.
Geschichte: von Grohmann bis Comici
Der Langkofel galt als unbezwingbar, wegen des Steinschlags und der Länge des Aufstiegs. Am 13. August 1869 brach der Wiener Paul Grohmann mit den Bergführern Franz Innerkofler und Peter Salcher von St. Ulrich auf, erreichte den Gipfel und hisste dort eine Fahne. 1875 wurde ein noch unbestiegener Gipfel der Gruppe ihm zu Ehren Grohmannspitze getauft.
Auch der Triestiner Emilio Comici kletterte am Langkofel: mit Severino Casara durchstieg er den Salame, den der Italienische Alpenverein zu seinen Routen zählt, die zu Klassikern wurden. In einer Nische der Ostseite steht seit 1961 eine 3,20 Meter hohe Madonna aus Holz, ein Werk des Grödner Bildhauers Flavio Pancheri.
Sprichwörter, Sagen und UNESCO-Welterbe
In Gröden sagt man: «Trägt der Langkofel einen Hut, wird das Wetter gut.» Die Wolke am Gipfel, erklärt der Tourismusverband, entsteht, wenn eine Luftströmung am Berg nach oben gedrückt wird, und zeigt sich nur bei stabilem Wetter. Eine Sage erzählt, dass der Riese Langkofel zur Strafe für seine Diebstähle im Boden versank und nur seine offene Hand draußen ließ: die Fünffingerspitze.
Der Langkofel gehört nicht zu den neun Teilgebieten der Dolomiten UNESCO. Am nächsten liegt Schlern-Rosengarten, auf der anderen Seite der Seiser Alm.
Wanderungen in der Gruppe
Wanderung · Gröden (Val Gardena)
Langkofelrunde vom Sellajoch: die Runde um den Riesen
3 h 43↑ 820 m10,8 km
Wanderung · Seiser Alm (Alpe di Siusi)
Rundweg über die Seiser Alm: endlose Wiesen unter dem Schlern
3 h↑ 300 m10 km
Parkplatz · Sellajoch
65/94
Tage, an denen der Parkplatz am Sellajoch voll war
Stündlich aufgezeichnet vom 01.06.2026 bis 16.09.2026
Sehenswertes
Sehenswert · Gröden (Val Gardena)
Langkofelrunde (Giro del Sassolungo)
Die klassische Runde um den Langkofel, mit Start am Sellajoch und einer Reihe geschichtsträchtiger Hütten im Herzen der Dolomiten.
Sehenswert · Seiser Alm (Alpe di Siusi)
Wiesen und Almen der Seiser Alm
Die größte Hochalm Europas: 56 Quadratkilometer welliges Weideland mit hölzernen Ställen und Almhütten, ausgebreitet zwischen Schlern und Langkofel.
Sehenswert · Seiser Alm (Alpe di Siusi)
Langkofel (Sassolungo) und Rosengarten (Catinaccio)
Vom Plateau aus hast du einige der schönsten Ausblicke der Dolomiten: den Langkofel im Westen und die lange Wand des Rosengartens, die bei Sonnenuntergang zu brennen beginnt.
In der Nähe
Orte im Kartenausschnitt der Gruppe, die näher an einer anderen Gruppe liegen.
- Langental (Vallunga)
- Pisciadù-Hütte und Tridentina-Klettersteig
- Sass Songher
- Bindelweg (Viel del Pan)
- Pordoijoch und Sellaronda
- Tridentina-Klettersteig zur Pisciadù-Hütte: Schwierigkeit und Route
- Bindelweg (Viel del Pan): der Balkon mit Blick auf die Marmolata
- Schneeschuhwandern im Langental: das verschneite Tal in Gröden
- Piz Boè, Normalweg: der leichte Dreitausender der Sella
- Via Ferrata delle Trincee: Geschichte und Fels auf dem Padon-Grat
- Pisciadù-Hütte
- Rifugio Boè (Boè-Hütte)
- Tierser-Alpl-Hütte
- Pordoijoch
- Sellajoch
- Grödner Joch
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Langkofel?
Der Hauptgipfel ist laut Tourismusverband Gröden 3.181 Meter hoch.
Kann man den Langkofel umrunden?
Ja. Die Runde beginnt am Sellajoch und führt um den Langkofel, der Plattkofel bleibt außerhalb: Sie ist lang, für trainierte Geher, und die Stehgondelbahn zur Langkofelscharte erspart dir den ersten Anstieg. Route und Zeiten stehen auf der Tourenseite.
Wo parkt man für den Langkofel?
Am Sellajoch, wo die Runde und die Stehgondelbahn beginnen. Der Parkplatz oben hat im Sommer 199 Stellplätze und kostet 4 Euro pro Stunde für die ersten drei Stunden und 2 Euro ab der vierten, höchstens 20 Euro am Tag. Im Sommer ist er oft schon am Vormittag voll: die Alternativen stehen in unserem Parkplatz-Beitrag.
Wer hat den Langkofel als Erster bestiegen?
Der Wiener Paul Grohmann, am 13. August 1869, mit den Bergführern Franz Innerkofler und Peter Salcher.
Wie heißt der Langkofel auf Italienisch und Ladinisch?
Auf Italienisch Sassolungo, auf Ladinisch Saslonch. Beide Namen sprechen wie der deutsche von einem langen Felsen.
Liegt der Langkofel in Südtirol oder im Trentino?
Die Gruppe liegt zwischen den beiden Provinzen. Gröden und die Seiser Alm gehören zur Provinz Bozen, das Fassatal und das Durontal zum Trentino. Das Sellajoch, an dem die Runde beginnt, liegt auf der Grenze zwischen Trient und Bozen.