Fast die gesamte Fläche der neun Systeme des UNESCO-Welterbes Dolomiten ist geschützt: durch National-, Regional- oder Landesparks, als Denkmal oder als Natura-2000-Gebiet. Die Stiftung Dolomiten UNESCO nennt neun Parks im Welterbegebiet, dazu das Naturdenkmal Bletterbach: vier in Südtirol, zwei im Trentino, zwei in Venetien und einer in Friaul-Julisch Venetien.
In den Parks bewegst du dich frei. Paneveggio zum Beispiel schreibt, der Park sei an jedem Tag des Jahres zugänglich, ohne Öffnungszeiten und ohne Eintritt für die Außenbereiche. Einige Regeln ändern sich allerdings: wie du deinen Hund führst, wo du ein Zelt aufstellen darfst, ob du eine Drohne fliegen lassen kannst. Und sie ändern sich von Park zu Park, denn jede Provinz und jede Region hat ihre eigenen Gesetze.
Hier findest du die Parks einzeln, mit den Daten und Naturparkhäusern, die die Parkverwaltungen veröffentlichen, und danach die Regeln: zuerst die Südtiroler, dann die Unterschiede in den anderen Parks.
Welche Parks es in den Dolomiten gibt
Die neun Parks sind nicht alle gleich. In Südtirol sind es Naturparks des Landes, jeder durch ein eigenes Dekret zur landschaftlichen Unterschutzstellung geschützt. Im Trentino sind es Landesparks mit eigener Verwaltung und eigenem Parkplan. In Venetien gibt es einen Regionalpark, dessen Verwaltung den Regole d'Ampezzo übertragen ist, und einen Nationalpark, die Belluneser Dolomiten. In Friaul-Julisch Venetien gibt es einen Regionalpark.
Fläche und Gründungsjahr, wie die Parkverwaltungen sie angeben:
- Schlern-Rosengarten, Südtirol: 7.288 Hektar, gegründet 1974, der erste der sieben Südtiroler Naturparks
- Puez-Geisler, Südtirol: 10.729 Hektar, gegründet 1978 und 1999 erweitert
- Fanes-Sennes-Prags, Südtirol: 25.485 Hektar, gegründet 1980
- Drei Zinnen, Südtirol: 11.878 Hektar, gegründet 1981
- Paneveggio-Pale di San Martino, Trentino: 19.726 Hektar, gegründet mit dem Landesgesetz Nr. 18 von 1988
- Adamello-Brenta, Trentino: seit 2003 620,50 Quadratkilometer, gegründet mit demselben Gesetz von 1988
- Ampezzaner Dolomiten, Venetien: 1990 von der Region Venetien gegründet
- Belluneser Dolomiten, Venetien, Nationalpark: etwas mehr als 31.000 Hektar, gegründet mit Ministerialdekret vom 20. April 1990
- Friauler Dolomiten, Friaul-Julisch Venetien: 36.950 Hektar, 1996 per Regionalgesetz gegründet
Südtirol: Drei Zinnen, Fanes-Sennes-Prags, Puez-Geisler und Schlern-Rosengarten
Der Naturpark Drei Zinnen (Parco naturale Tre Cime) liegt im Nordosten der Dolomiten, zwischen dem Pustertal, dem Sextental, dem Höhlensteintal und der Grenze zur Provinz Belluno. Er umfasst Wälder, Almen und die Sextner Dolomiten mit den Drei Zinnen: 11.878 Hektar in den Gemeinden Toblach, Sexten und Innichen. Das Naturparkhaus steht in Toblach, im Kulturzentrum Grand Hotel, 3 Gehminuten vom Bahnhof. 2026 ist es vom 5. Mai bis 31. Oktober geöffnet, Dienstag bis Samstag von 9.30 bis 12.30 und von 14.30 bis 18 Uhr, bei freiem Eintritt, und zeigt eine Dauerausstellung zum UNESCO-Welterbe Dolomiten. Die Nordseite der Drei Zinnen, die Seite der Dreizinnenhütte, hat eine eigene Seite.
Der Naturpark Fanes-Sennes-Prags ist der größte der vier: 25.485 Hektar in Toblach, Prags, Olang, Abtei, Enneberg und Wengen. Er schützt die Kalkrasen und Karstformen der Pragser Dolomiten und der Fanesgruppe: die Hochflächen von Fanes und Sennes, die Plätzwiese und Seen wie den Pragser Wildsee und den Toblacher See. Das Naturparkhaus steht in St. Vigil in Enneberg, am Eingang des Rautals, mit kostenlosem Parkplatz: 2026 ist es bis 31. Oktober geöffnet, Dienstag bis Samstag, zu denselben Zeiten wie in Toblach. Am 10. September 2026 hat das Land eine vollständige Erneuerung des Gebäudes aus dem Jahr 2000 angekündigt: Die Planung soll im Frühjahr 2027 beginnen, die Bauarbeiten sind für Mitte 2028 vorgesehen. Mehr zum Park steht auf unserer Seite.
Der Naturpark Puez-Geisler (Parco naturale Puez-Odle) reicht vom Würzjoch bis zum Grödner Joch und berührt das Gadertal, Villnöss und Gröden: 10.729 Hektar in Abtei, Corvara, Villnöss, St. Martin in Thurn, St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein. Im Norden liegen die Geisler und der Peitlerkofel, im Süden die Hochflächen von Gardenaccia und Sassongher, die Puezgruppe mit dem Langental und die Cirspitzen. Das Land nennt ihn ein offenes Buch der Erdgeschichte, wegen der Gesteine und Schichten, die man dort lesen kann. Das Naturparkhaus, seit 2009 geöffnet, steht in St. Magdalena in Villnöss, wenige Gehminuten von der Bushaltestelle Vergin: 2026 vom 5. Mai bis 31. Oktober, Dienstag bis Samstag, von 9.30 bis 12.30 und von 14.30 bis 18 Uhr. In Zans gibt es außerdem einen Infopunkt zum UNESCO-Welterbe Dolomiten.
Der Naturpark Schlern-Rosengarten (Parco naturale Sciliar-Catinaccio) war 1974 der erste Naturpark Südtirols: 7.288 Hektar in Kastelruth, Tiers und Völs am Schlern. Er umfasst das Schlernmassiv mit Santner und Euringer, den Rosengarten mit dem Kesselkogel, 3.002 Meter, die Wälder um Seis, Völs und Tiers und das Tschamintal. Das Naturparkhaus steht in Seis, am Oswald-von-Wolkenstein-Platz 6, 2 Gehminuten vom Busbahnhof. Die offizielle Seite nennt Öffnungszeiten ohne Saison: Montag bis Samstag von 8.30 bis 12.30 und von 14 bis 18 Uhr, im Juli und August auch sonntags von 9 bis 12 Uhr. Dazu kommen zwei Infopunkte, am Völser Weiher und an der Steger Säge in Tiers.
Trentino: Paneveggio-Pale di San Martino und Adamello-Brenta
Der Park Paneveggio-Pale di San Martino umfasst 19.726 Hektar in sieben Gemeinden, 64 Prozent davon in der Gemeinde Primiero San Martino di Castrozza. Die Provinz Trient hat ihn mit dem Landesgesetz Nr. 18 von 1988 gegründet, das später durch das Landesgesetz Nr. 11 von 2007 ersetzt wurde. Im Osten liegen die Pale di San Martino mit dem Cimon della Pala, dem Mulaz und der Vezzana. Im Westen liegt der Porphyr der Lagorai-Kette. Dazwischen der Wald von Paneveggio.
Es gibt drei Besucherzentren und dazu das Haus des ethnografischen Wegs im Vanoi. Im September 2026 veröffentlicht der Park folgende Zeiten, ohne Enddatum. Villa Welsperg, der Sitz in Castelpietra, ist ab 28. September Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr geöffnet, am Wochenende von 9 bis 12.30 und von 14 bis 17 Uhr. Das Zentrum in Paneveggio öffnet ab 14. September nur am Wochenende, von 10 bis 13.30 und von 14 bis 16.30 Uhr. Das Zentrum in San Martino di Castrozza öffnet ab 7. September nur am Wochenende, von 9 bis 12.30 und von 15 bis 18.30 Uhr.
Adamello-Brenta ist der größere der beiden: Seit 2003 misst er 620,50 Quadratkilometer und umfasst Adamello, Presanella und die Brenta-Dolomiten. Die Parkverwaltung schreibt, er sei 1967 im ersten Landesraumordnungsplan entstanden, zusammen mit Paneveggio, und die beiden seien die ersten Landesparks Italiens gewesen. Gegründet wurde er, zusammen mit Paneveggio, mit dem Landesgesetz Nr. 18 vom 6. Mai 1988; seit 2007 gilt das Landesgesetz Nr. 11. 2009 wurde die Brentagruppe Teil des UNESCO-Welterbes, und seit 2015 gehört der Park zu den UNESCO Global Geoparks. Er ist auch der Park des Braunbären, dem die Parkbestimmungen besondere Aufmerksamkeit widmen: Wie du dich verhältst, steht in unserem Ratgeber zur Tierwelt der Dolomiten.
Der Park hat sieben Parkhäuser mit jeweils eigenem Thema. In der Brentagruppe liegt das Parkhaus Lago Rosso am Ufer des Tovelsees, das erklärt, warum sich der See bis 1964 rot färbte. Es ist vom 13. Juni bis 27. September täglich geöffnet und vom 1. Mai bis 1. November an den Wochenenden, von 10 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr, bei freiem Eintritt. Der Rest der Gruppe steht in unserem Ratgeber zu den Brenta-Dolomiten.
Venetien und Friaul: Ampezzaner Dolomiten, Belluneser Dolomiten und Friauler Dolomiten
Der Naturpark Ampezzaner Dolomiten wurde von der Region Venetien mit dem Regionalgesetz Nr. 21 vom 22. März 1990 gegründet, auf einem Teil des alten, ungeteilten Besitzes der Regole d'Ampezzo, die ihn auch verwalten. Er umfasst die nördliche Hälfte des Gemeindegebiets von Cortina d'Ampezzo: die Tofana, die Fanesspitzen und den Lagazuoi, den Col Bechei, die Hohe Gaisl und den Cristallo. Im Norden grenzt er an den Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Am Lagazuoi, an der Tofana und am Cristallo, schreibt der Park, fahren die Aufstiegsanlagen auch im Sommer. Neun Vollschutzgebiete und elf gelenkte Schutzgebiete decken 25 Prozent der Fläche ab, und Wege und Forststraßen summieren sich auf mehr als 300 Kilometer, mit 8 Klettersteigen und 6 versicherten Steigen. Sorapiss, Nuvolau und Croda da Lago gehören nicht zum Park: Seit 2003 ist ein Teil dieser Massive als Natura-2000-Gebiet geschützt.
Der Nationalpark Belluneser Dolomiten ist der einzige Nationalpark in diesem Ratgeber. Er wurde mit Ministerialdekret vom 20. April 1990 gegründet, die Verwaltung, die ihn führt, am 12. Juli 1993. Er erstreckt sich über etwas mehr als 31.000 Hektar in 15 Gemeinden der Provinz Belluno, zwischen dem Cismon- und dem Piavetal, bis ins Val Pramper im Val di Zoldo. Die Berggruppen sind die Vette Feltrine, der Cimonega, der Pizzocco, die Monti del Sole, die Schiara, die Talvena, der Pramper und der Spiz di Mezzodì. Sein Symbol ist die Moretti-Glockenblume, eine in den Dolomiten endemische Blume, und die Aufsicht liegt bei den Forst-Carabinieri. Das naturkundliche Museum des Parks ist in Belluno, an der Piazza Piloni 25: Es ist montags von 15 bis 17 Uhr geöffnet, bei freiem Eintritt.
Der Naturpark Friauler Dolomiten wurde von der Region Friaul-Julisch Venetien mit dem Regionalgesetz Nr. 42 vom 30. September 1996 gegründet. Mit 36.950 Hektar ist er der größere der beiden Parks in Friaul-Julisch Venetien. Er liegt zwischen dem Valcellina, dem oberen Tagliamentotal und dem Val Tramontina, in den Provinzen Pordenone und Udine, und hat seinen Sitz in Cimolais. Seine Täler haben weder Hauptstraßen noch Ortschaften: Es gibt nur einige Talstraßen und Wirtschaftswege. Das Wahrzeichen des Val Cimoliana, des Herzens des Parks, ist der Campanile di Val Montanaia.
Die Regeln in den Südtiroler Naturparks
Jeder Südtiroler Naturpark ist durch ein Dekret zur landschaftlichen Unterschutzstellung geschützt, und die Dekrete der vier Dolomiten-Naturparks wurden auf Grundlage des Landesgesetzes vom 25. Juli 1970, Nr. 16, zum Landschaftsschutz erlassen. Für Pflanzen, Fossilien und Mineralien gilt in allen Parks das Landesgesetz vom 12. Mai 2010, Nr. 6, das Naturschutzgesetz. Das Land fasst die Regeln auf einer einzigen Seite zusammen, die für alle Parks gleich ist.
Die Dekrete enthalten auch genaue Listen. Im Naturpark Drei Zinnen ist das Radfahren auf sieben Wegen oder Wegabschnitten verboten, sechs davon berühren die Dreizinnenhütte. Dazu gehört der Weg 101 zwischen dem Paternsattel und der Hütte: Wenn du die Drei-Zinnen-Runde mit dem Rad fahren willst, kommst du auf diesem Abschnitt nicht durch. Im Naturpark Puez-Geisler ist das Radfahren auf dem Adolf-Munkel-Weg verboten. In allen vier Parks dürfen zugelassene Fahrzeuge nicht schneller als 30 km/h fahren.
Für Drohnen gibt es zwei Ebenen: das Verbot der Parks und die geografischen Zonen der ENAC, der italienischen Zivilluftfahrtbehörde. Seit dem 30. Januar 2023 gehören die sieben Südtiroler Naturparks zu den 18 Zonen, in denen Drohnen unter 25 kg nicht fliegen dürfen, auch kleine und solche ohne Kamera. Unter den Flügen, die nicht genehmigt werden können, nennt das Land Hobbyflüge, Hochzeitsaufnahmen, Werbung und Social Media.
- Hunde: erlaubt, jeder Rasse und Größe, unter strenger Aufsicht und nie frei laufend; das Land empfiehlt die Leine
- Drohnen: verboten; erlaubt nur im Auftrag der Parks oder für Tätigkeiten im öffentlichen Interesse, die mit dem Schutz vereinbar sind, und ausnahmsweise für wissenschaftliche Forschung und technische Erhebungen
- Zelte: Übernachten im Zelt ist verboten; einzige Ausnahme ist das alpine Biwak, vorübergehend und nicht geplant
- Feuer: im Freien verboten, außer bei land- und forstwirtschaftlicher Arbeit und bei traditionellen Anlässen
- Fahrräder und E-Bikes: auf den in den Dekreten genannten Wegen verboten; das Land empfiehlt die offiziellen Mountainbike-Routen
- Pflanzen und Blumen: alle Arten sind geschützt und dürfen nicht gepflückt werden
- Pilze: Sammeln grundsätzlich verboten; erlaubt nur Grundeigentümern und Ansässigen der Parkgemeinden, mit Einschränkungen
- Mineralien und Fossilien: nur mit Sondergenehmigung, nur für wissenschaftliche oder didaktische Zwecke
- Motorfahrzeuge: grundsätzlich verboten, außer mit Ausnahmegenehmigung
- Müll und Lärm: Es ist verboten, Abfälle zurückzulassen, auch organische, und mit unnötigem Lärm zu stören
Hunde und Drohnen in den anderen Parks: wo es die größten Unterschiede gibt
Beim Hund ist der Unterschied deutlich. In Südtirol wird die Leine empfohlen, anderswo ist sie Pflicht. In Adamello-Brenta und Paneveggio schreiben die Parkbestimmungen vor, Hunde immer an der Leine zu führen, mit Ausnahmen für Rettungseinsätze, das Hüten von Vieh und einige andere Arbeiten. In den Belluneser Dolomiten sind angeleinte Hunde überall erlaubt, außer in den A-Zonen, den Vollschutzgebieten. Auch der Naturpark Ampezzaner Dolomiten und die Friauler Dolomiten bitten darum, den Hund an der Leine zu führen.
Keiner der Parks im Trentino und in Venetien erlaubt Drohnenflüge zum Vergnügen. In Adamello-Brenta werden Überflüge nur für öffentliche und berufliche Zwecke genehmigt, nicht für private Tätigkeiten oder als Hobby. In Paneveggio ist der Überflug unter 500 Metern über Grund ohne Genehmigung verboten, und Drohnen dürfen frei nur für Rettung, Überwachung und parkeigene Forschung fliegen, oder mit Genehmigung für öffentliche und private Arbeiten. In Ampezzo sind Drohnenflüge ohne schriftliche Genehmigung verboten; der Park erteilt sie für Naturdokumentationen, Vermessungen, Rettung und Sicherheit, und sie muss mindestens vier Tage vorher beantragt werden. In den Belluneser Dolomiten genehmigt die Parkverwaltung Drohnen nur für Tätigkeiten im Interesse des Parks, etwa Forschung oder abgesprochene Aufnahmen. Die Friauler Dolomiten schreiben, dass jeder Überflug, auch als Hobby oder Sport, vorher geprüft und von der Parkverwaltung genehmigt werden muss.
Zelte, Feuer, Fahrräder und Pilze außerhalb Südtirols
Auch hier hat jeder Park seine eigenen Bestimmungen. Beim Zelten sind die Regeln am strengsten, bei den Pilzen am unterschiedlichsten. Die Regeln im Überblick, aus den Bestimmungen der Parks:
Zum Radfahren außerhalb der Parks und auf offenen Routen gibt es unseren Ratgeber zum Radfahren in den Dolomiten.
- Adamello-Brenta, Zelte: wildes Campen verboten; erlaubt ist nur ein einzelnes Zelt für ein alpines Biwak, von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, wo es keine Unterkünfte gibt, und abseits von Seeufern
- Paneveggio, Zelte: ein einzelnes Zelt, von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, ist nur für alpinistische Tätigkeiten erlaubt, also zum Erschließen oder Begehen einer Route; nicht für Wanderer auf Wegen oder Klettersteigen
- Belluneser Dolomiten, Zelte: wildes Campen und Biwakieren verboten, außer im Notfall; ein Wandbiwak während einer Klettertour gilt als Notfall
- Ampezzaner Dolomiten, Zelte: kein Campen mit Zelt oder Wohnmobil; im Tal gibt es Stellplätze, weiter oben feste Biwakschachteln und Hütten
- Friauler Dolomiten, Zelte: der Park bittet, eines nur im äußersten Notfall aufzustellen
- Feuer: in Adamello-Brenta nur an genehmigten festen Feuerstellen, in Paneveggio nur an den vom Park eingerichteten Stellen, in den Friauler Dolomiten nur auf ausgestatteten Plätzen, in Ampezzo nie
- Feuer in den Belluneser Dolomiten: das ganze Jahr verboten, außer auf den festen Grillstellen der ausgestatteten Plätze; auch Campingkocher und tragbare Grills sind nicht erlaubt
- Fahrräder in Adamello-Brenta: auf Straßen und Forstwegen erlaubt; auf Wegen verboten, wo das Land es festlegt, und der Park kann weitere Abschnitte hinzufügen
- Fahrräder in Paneveggio: verboten auf Wegen, Wiesen, Weiden und im Wald, außer auf den vom Park ausgewiesenen Mountainbike-Routen
- Fahrräder in den Belluneser Dolomiten: nur auf öffentlichen Straßen, auf den Forst- und Almwegen der Zonen C und D und auf den ausgewiesenen Routen der Zone B
- Fahrräder in Ampezzo: kein Mountainbike auf Wanderwegen; die Radrouten sind auf der Parkkarte hellblau eingezeichnet
- Blumen: in Adamello-Brenta ist das Pflücken wild wachsender Pflanzen verboten, Beeren dürfen gesammelt werden; in Ampezzo ist das Pflücken oder Beschädigen jeder Pflanze verboten
- Pilze in Adamello-Brenta: es gelten die Landesbestimmungen, mit Einschränkungen für Nichtansässige in den Schutzgebieten
- Pilze in Paneveggio: die Parkbestimmungen behalten sie den Ansässigen der Provinz Trient vor und verbieten das Sammeln in den Vollschutzgebieten
- Pilze in den Belluneser Dolomiten: nur für Ansässige, in den Parkgemeinden Geborene und Grundeigentümer, in den Zonen C und D, höchstens 3 kg pro Person und Tag
- Pilze in Ampezzo: verboten, auch nicht essbare, ebenso wie Fossilien, Mineralien und Kriegsrelikte
- Pilze in den Friauler Dolomiten: es braucht eine Genehmigung der zuständigen Behörden
Parks und UNESCO-Welterbe sind nicht dasselbe
Das UNESCO-Welterbe besteht seit 2009 aus neun Gebirgssystemen. Die Parks haben eigene Grenzen, andere Gesetze und eine andere Geschichte. Die Stiftung Dolomiten UNESCO schreibt, dass fast die gesamte Fläche der neun Systeme geschützt ist: durch National-, Regional- oder Landesparks, als Denkmal oder als FFH- und Vogelschutzgebiet. In ihrer Liste der Parks, die sich das Welterbegebiet teilen, stehen die neun aus diesem Ratgeber, dazu das Naturdenkmal Bletterbach.
Die beiden Karten decken sich aber nicht. Adamello-Brenta umfasst auch Adamello und Presanella, ins Welterbe aufgenommen wurde aber die Brentagruppe. Bei Paneveggio gehört ein großer Teil des östlichen Bereichs, die Gruppe der Pale di San Martino, zum Welterbe: Die Parkverwaltung beschreibt ihn als beträchtlichen Teil eines der neun Systeme. Die Seiten der Südtiroler Naturparks stellen dagegen jeden Park als Teil der 2009 anerkannten Dolomiten vor.
Die Naturparkhäuser erzählen auch vom Welterbe: In Toblach gibt es eine Dauerausstellung zu den UNESCO-Dolomiten, in Zans einen eigenen Infopunkt. Die neun Systeme einzeln stehen auf unserer Seite zum UNESCO-Welterbe Dolomiten, die Orte, die sich innerhalb und außerhalb der Parks lohnen, in unserem Ratgeber Sehenswürdigkeiten in den Dolomiten.
Häufige Fragen
Welche Naturparks gibt es in den Dolomiten?
Neun, die die Stiftung Dolomiten UNESCO im Welterbegebiet nennt. In Südtirol Drei Zinnen, Fanes-Sennes-Prags, Puez-Geisler und Schlern-Rosengarten; im Trentino Paneveggio-Pale di San Martino und Adamello-Brenta; in Venetien die Ampezzaner Dolomiten und der Nationalpark Belluneser Dolomiten; in Friaul-Julisch Venetien die Friauler Dolomiten.
Müssen Hunde im Naturpark Drei Zinnen an die Leine?
Das Land Südtirol erlaubt Hunde unter strenger Aufsicht, nie frei laufend, und empfiehlt die Leine, um die Wildtiere nicht zu stören. In den Trentiner Parks Adamello-Brenta und Paneveggio ist die Leine dagegen immer Pflicht.
Darf man in den Parks der Dolomiten eine Drohne fliegen lassen?
Zum Vergnügen nicht, in den Parks Südtirols, des Trentino und Venetiens. In Südtirol sind die sieben Naturparks seit dem 30. Januar 2023 ENAC-Zonen, in denen Drohnen unter 25 kg nicht fliegen dürfen, und das Land genehmigt keine Hobby-, Hochzeits- oder Social-Media-Aufnahmen. In den anderen Parks im Trentino und in Venetien braucht es eine Genehmigung, die nur für Arbeit, Forschung, Dokumentation oder Rettung erteilt wird. In den Friauler Dolomiten muss jeder Überflug, auch als Hobby, vorher von der Parkverwaltung genehmigt werden.
Darf man in den Parks der Dolomiten zelten oder biwakieren?
Wildes Campen ist in den Parks Südtirols, des Trentino und Venetiens verboten. In Südtirol bleibt das alpine Biwak erlaubt, in Adamello-Brenta ein einzelnes Zelt von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, in Paneveggio ein Zelt nur für alle, die eine Kletterroute erschließen oder begehen. In den Belluneser Dolomiten ist auch das Biwakieren verboten, außer im Notfall. Die Friauler Dolomiten bitten, ein Zelt nur im äußersten Notfall aufzustellen.
Darf man in den Südtiroler Naturparks Pilze sammeln?
Grundsätzlich nicht. Erlaubt ist es nur Grundeigentümern und Ansässigen der Parkgemeinden, mit Einschränkungen. Blumen und alle anderen Pflanzen dürfen nicht gepflückt werden: In den Südtiroler Naturparks sind sie alle geschützt.
Wo sind die Naturparkhäuser der Südtiroler Naturparks?
In Toblach für Drei Zinnen, in St. Vigil in Enneberg für Fanes-Sennes-Prags, in St. Magdalena in Villnöss für Puez-Geisler und in Seis für Schlern-Rosengarten. 2026 sind die ersten drei bis 31. Oktober Dienstag bis Samstag geöffnet, von 9.30 bis 12.30 und von 14.30 bis 18 Uhr. Das Haus in Seis öffnet Montag bis Samstag. Der Eintritt ist frei.
Decken sich die Naturparks mit dem UNESCO-Welterbe Dolomiten?
Nein. Das Welterbe besteht aus neun Systemen, die Parks haben eigene Grenzen. Fast die gesamte Fläche der Systeme ist durch Parks, Denkmäler oder Natura-2000-Gebiete geschützt, aber ein Park kann auch Berge außerhalb des Welterbes umfassen, etwa Adamello und Presanella im Park Adamello-Brenta.